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Zwischenstopp in Wiligrad : Schloss und Park vor der Haustür

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Carola Peters aus Lübstorf ist jeden Monat mit Wanderfreunden unterwegs – Wiligrad stand schon mehrfach auf dem Touren-Plan

von
erstellt am 10.Sep.2017 | 23:25 Uhr

Sich an der frischen Luft viel zu bewegen, in der Natur immer wieder etwas Neues zu entdecken – das macht Carola Peters viel Freude. „Zum Glück teile ich diese Leidenschaft mit zahlreichen Gleichgesinnten“, fügt die 62-Jährige an. An erster Stelle ist da ihr Mann Rudi zu nennen. Doch die Eheleute gehören seit Jahren auch der Wandergruppe Bad Kleinen - Sternberg an. In diesem Frühjahr hat die Lübstorferin sogar die organisatorische Leitung der Gruppe übernommen. Zwischen 25 und 30 Wanderfreunde kommen zu den monatlichen Touren. Zehn davon sind selbst organisiert an verschiedenen Orten in Westmecklenburg. Hinzu kommen zwei feste Termine: die Fregewanderung zwischen Bad Kleinen und Wismar im Mai sowie der Volkswandertag Anfang Oktober in Neukloster. „Am 5. November geht es dann ans Schloss Bothmer bei Klütz“, verrät Carola Peters. „Ein tolles Schloss mit gerade saniertem Park.“

Doch genau so ein Ensemble hat die Lübstorferin auch unmittelbar vor ihrer Haustür. Und an Wiligrad hat Carola Peters ihr Herz verloren. „Dass das Schloss und die Nebengebäude so hergerichtet wurden, ist einfach toll“, schwärmt die Bauingenieurin, die in der Landesverwaltung arbeitet. Doch ihr Lieblingsort ist der nach historischem Vorbild wiedererstandene Park. „Ich hatte zu wenig Fantasie, um mir vorstellen zu können, wie aus dem abgeschotteten Polizeiareal mit Bunkern und Schießstand wieder ein Ort zum Durchatmen und Wohlfühlen werden kann.“ Der absolute Lieblingsplatz von Carola Peters ist der Teich im Schlosspark mit den alten Rhododendren am Ufer und dem freien Blick auf das am Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Schloss. In ihrer Jugend wusste Carola Peters nicht einmal, dass es sich um ein herzogliches Schloss handelt. „Wir nannten es das große Haus im Wald“, erzählt die Lübstorferin. Immerhin hatte sie es einmal gesehen, durfte mit Klassenkameraden zu einer Jugendweihe-Stunde in die damaligen Polizeischule.

Jetzt ist Carola Peters unzählige Male im Jahr in Wiligrad. „Wenn wir Besuch haben und es das Wetter zulässt, sind wir in Wiligrad.“ Schon der Weg dorthin ist sehenswert, lobt die Wanderführerin. Denn auch der Friedrich-Franz-Weg vom Lübstorfer Bahnhof bis zum Schlossareal wurde nach der Wende hergerichtet.

Auf diesem Weg haben die Wanderfreunde aus der Gruppe Bad Kleinen - Sternberg Wiligrad bereits erkundet. Und auch von Norden her, am Ufer des Schweriner Außensees entlang, führt eine Route nach Wiligrad. „Zuletzt waren wir mit der Gruppe im Frühjahr hier“, erzählt Carola Peters. Da blühten die Rhododendren – die vor mehr als 100 Jahre gepflanzten Büsche ebenso wie die gerade erst gesetzten Sträucher. „Das ist die schönste Zeit im Park“, fügt die Lübstorferin an. Doch ein Ausflug ans Schloss lohne sich immer. Und wer mehr als nur frische Luft schnuppern und den Park erkunden will, dem zeigt Carola Peters die wechselnden Ausstellungen des Kunstvereins im Schloss und lädt die Gäste zu Kaffee und Kuchen in die ehemalige Gärtnerei ein. „Wiligrad hat wirklich für jeden etwas zu bieten“, fasst Carola Peters zusammen.

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