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Bauarbeiten in Schwerin : Schloss bleibt Dauerbaustelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neben den Reparaturen am Turm wird auch im Innenhof und an der Nordbastion kräftig saniert

von
erstellt am 01.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Die Tage des großen Krans am Schloss, der die Silhouette über Jahre geprägt hat, sind gezählt: Der Umbau des Plenarsaals ist mit einen Jahr Verspätung nun fast abgeschlossen. Doch Bauarbeiter gehen auch weiterhin ein und aus im Schloss. Denn am Landtagssitz wird weiter gebaut.

Besonders markant ist derzeit die Einrüstung des 75 Meter hohen Hauptturms (SVZ berichtete). „Dort laufen klassische Bauunterhaltungsarbeiten“, erläutert Robert Klaus, Chef des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes in Schwerin. Die Fassade werde gereinigt, repariert und gemalert, Dach und Dacheindeckung repariert, die Holzfenster aufgearbeitet und vergoldete Verzierungen wieder in Ordnung gebracht. Bis Jahresende soll das alles fertig sein.

Als echte Herausforderung gilt demgegenüber die Baustelle im Innenhof. Die Arkaden am Gang zur Schlosskirche müssen nämlich statisch ertüchtigt werden. Dass die bisher gehalten hätten, grenze an ein Wunder, so die Statiker. „Deshalb müssen wir die einzelnen Elemente Stück für Stück aufnehmen, sichern, restaurieren und wieder einbauen“, erläutert Klaus. Die einzelnen Joche der zweietagigen Konstruktion müssten dringend entlastet werden. Begonnen wurde mit diesen Arbeiten im vergangenen Jahr und sie werden sich noch bis ins nächste hinziehen. Zum Sommer 2018 indes müssen sie abgeschlossen sein. Denn dann will das Theater den Innenhof mit seinen Schlossfestspielen belegen. Dies wiederum setzt voraus, dass bis dahin auch das Pflaster im Innenhof erneuert ist. Durch mehrfache Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Versorgungsleitungen, unter anderem für den neuen Plenarsaal, hatte das historische Straßenpflaster sehr gelitten.

Mehr Zeit haben die Bauarbeiter hingegen an der Nordbastion. Dort wird schon seit einem Jahrzehnt gewerkelt und das Ende ist noch nicht in Sicht. Der BBL-Chef erklärt das damit, dass dort vor allem die Trockenlegung des Gemäuers viel Zeit gekostet habe. „Dort musste die Gründung erneuert werden, dann folgte die Trockenlegung. Jetzt wird das Mauerwerk saniert und die Fassade in Ordnung gebracht. Zur Gestaltung der Oberfläche und zur Zukunft des Teepavillons, der sich einst dort befand, wollte Klaus noch keine Prognosen treffen.

Abgeschlossen ist indes die Ertüchtigung des Brandschutzes. Neben der Erhöhung der Kapazitäten der Druckleitungen wurden mehrere Löschwasserentnahmestellen am See modernisiert, so dass im Ernstfall auch mit Seewasser gelöscht werden könnte. „Insgesamt stehen uns in diesem Jahr für Bau- und Bauunterhaltungsmaßnahmen 3,4 Millionen Euro zur Verfügung“, fasst Robert Klaus zusammen.

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