zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 09:09 Uhr

SVZ-Umfrage : Schloss als Werbeträger zieht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Umfrage: Zustimmung bei Urlaubern und Einheimischen für Konzept, die historische Residenz stärker in den Blickpunkt zu rücken

von
erstellt am 06.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Die Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin hat ein neues Konzept für das Tourismus-Marketing der Landeshauptstadt vorgestellt (SVZ berichtete). Im Kern sieht es vor, das Schloss samt Residenzensemble und die Geschichte stärker als Werbeträger zu nutzen. Doch was halten die Touristiker davon? Was meinen Urlauber und Einheimische?

Touristen fühlen sich besonders vom Schloss angezogen, das sie aus dem Fernsehen kennen. Wie unsere kleine Umfrage bestätigt, ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt zugleich auch das Bild von Schwerin, das landläufig bekannt ist. Doch mehr als das Märchenschloss in traumhafter Lage auf einer Insel im See ist kaum bekannt. Da bietet die Geschichte des Fürstenhauses ebenso wie die große Zahl authentisch erhaltener Gebäude des historistischen Residenzensembles noch erhebliches Potenzial für die Touristenwerbung. Das sieht Jan Baginski von der Rostocker Werbeagentur Werk 3 ebenso: „Das Schloss ist mehr als Architektur und Baugeschichte. Es steht für Glanz und Gloria, für spannende Geschichten und hochkarätiges Kulturgut. Es ist die fürstliche Aura, der Atem der Geschichte, der die Menschen berührt“, beschreibt er den Ansatz des neuen Leitfadens.

Tobias Woitendorf vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern ist von dieser Strategie begeistert: „Ich bin dankbar, dass dieser Prozess angeschoben wurde. Das neue Konzept vereint den Blick in die Vergangenheit mit dem Blick nach vorn.“ Dass es nicht jedem gefalle und auch Kritik gäbe, sei normal.

„Es ist der innovativste und mutigste Ansatz, den ich seit 20 Jahren zu dieser Thematik gehört habe: Mit Geschichte nach vorn gehen“, lobt Dr. Josef Wolf, Geschäftsführer der Stadtwerke und Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtmarketing. Dieses Konzept sei bestens geeignet, die Menschen anzusprechen und mitzunehmen. Genau dieser Aspekt gefällt auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Nur auf Attribute wie „plüschig“ reagiert sie sauer. Das klinge wie altmodisch und verstaubt. „Schwerin ist eine schöne Stadt und reich an Geschichte und Kultur“, stellt sie in den Vordergrund.

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen