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Schweriner Altstadtfest : Schlechtes Wetter ärgert die Händler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wegen des Regens kamen rund 30 000 Gäste weniger als 2016, abendliche Partymeile und Feuerwerk waren aber gut besucht

von
erstellt am 10.Sep.2017 | 20:55 Uhr

Dass sie einer echten Wüstenbussard-Dame auf dem Altstadtfest begegnen würde, damit hatte Melina nicht gerechnet. Aber Spaß machte es ihr trotzdem, den Falkner Reinhard Eggert aus Hof Zapel und seine beiden gefiederten Jäger kennenzulernen. Seit vielen Jahren kommt der Greifvogel-Experte zum Altstadtfest und berichtet Interessierten von der aussterbenden Kunst der Falknerei. Traubenweise bleiben Besucher stehen.

Auch an der Kleinkunstbühne, den Ständen und vor allem im Kirmes-Bereich am Nordufer des Pfaffenteichs drängten sich die Besucher – Riesenrad, Breakdancer, Kinderkarussell, Los- und Schießbuden lockten Familien und Jugendliche. Trödelware fand ihre Abnehmer ebenso wie Taschen, T-Shirts, Schmuck, Sonnenbrillen, Spielzeug und natürlich Speis und Trank. Das Wetter spielte mit: Sonnabendnachmittag hörte der Regen auf, damit kamen auch die Besucher – viele blieben bis zum nächtlichen Feuerwerk und länger.

 

Dennoch: Die 100 000 Festgäste vom Vorjahr wurden nicht erreicht, sagt Veranstalter Arno Teegen. Etwa 20 000 fehlten am verregneten Eröffnungstag, nochmal 10 000 am Sonnabendvormittag. Händler, die aufs Tagesgeschäft angewiesen sind, hätten unter dem schlechten Wetter tatsächlich gelitten, die anderen seien aber überwiegend zufrieden gewesen mit dem Schweriner Altstadtfest 2017, so Teegen.

Fürs nächste Jahr verspricht er eine zweite Show-Bühne am Nordufer, die fiel in diesem Jahr der Baustellen-Situation zum Opfer. Insgesamt sei das Kulturprogramm aber zurückgefahren worden. Bands wie City, die für Konzerte in regulären Hallen kräftig Eintritt nehmen, könne man heute auf dem Altstadtfest nicht mehr kostenlos zeigen. Grund: Großsponsoren sind weggefallen und für die Sicherheit muss mehr Geld ausgegeben werden.

Zu einigen Prügeleien kam es in den Fest-Nächten allerdings doch noch. Die Polizei habe die Lage aber im Griff gehabt, sagte Polizeichef Ingo Renk am Sonntag: „Es gab erwartungs- und veranstaltungsgemäß einige Körperverletzungen und Widerstand gegen Polizeibeamte, aber nicht mehr als in den Vorjahren auch. Mit polizeibekannten „Gefährdern“ habe man vorher gesprochen, ihnen Konsequenzen klargemacht, wenn sie wieder auffällig würden. „Das hat gut funktioniert“, so Renk.

 

 

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