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Wie entscheidet das Land? : Schicksalstag für den Heinehort

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute soll im Hauptausschuss über Lösungsvorschläge beraten werden – Container-Variante könnte geplante Dreizügigkeit retten

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Auf der Tagesordnung des Hauptausschusses heute steht zwar kein Wort zum Heinehort, doch das Problem ist so brennend, dass dennoch darüber beraten werden soll. Wie Schuldezernent Dieter Niesen (SPD) auf SVZ-Nachfrage bestätigte, werde er „auf jeden Fall“ über den aktuellen Sachstand informieren. „Wir sind im Moment mit Hochdruck in Gesprächen. Wir hoffen, dass wir den Stadtvertretern eine akzeptable Lösung präsentieren können“, betonte Niesen.

Das ist auch dringend nötig, denn eine Nicht-Lösung des Hort-Problems der Heinrich-Heine-Grundschule hätte fatale Auswirkungen auf die gesamte Schulsituation in der Stadt. Der Hauptausschuss hatte am 10. Februar eine „Eilentscheidung zur Aufnahmekapazität in den Eingangsklassen der Grundschulen in städtischer Trägerschaft“ gefasst. In diesem Beschluss ist eine Bedingung enthalten, die bereits am 18. Februar hätte erfüllt sein sollen: die Entscheidung zum Hortneubau an der Heineschule. Demnach sollte, wenn das Wirtschaftsministerium keine Städtebaufördermittel für den Bau des Hortes in der Werderstraße 66-68 zur Verfügung stellt, die Heinrich-Heine-Grundschule sofort auf eine Zweizügigkeit zurückgeführt werden. Dann aber würden schon rein rechnerisch für das Schuljahr 2015/2016 nicht ausreichend öffentliche Schulplätze vorhanden sein.

Mandy Pfeifer, die Vorsitzende der Schulkonferenz, ist angesichts der Dramatik der Situation sehr erbost. Sie wirft der Stadtspitze vor, nicht ernsthaft nach Alternativen gesucht zu haben. „Die Eltern hatten um ein Hortgebäude in Modulbauweise auf dem Gelände der alten Polizei gebeten. Das ist aber von der alten Stadtvertretung abgelehnt worden mit der Begründung, es sei bau- und förderrechtlich nicht möglich. Stattdessen entschied man sich mehrheitlich für den Hortneubau in der Werderstraße 66-68“, erinnert die Vorsitzende der Schulkonferenz. „Seit eineinhalb Jahren wird nun darum gekämpft, dieses 3,5 Millionen Euro teure Projekt tatsächlich umzusetzen. In dieser Zeit mussten sich unsere Kinder und ihre Lehrerinnen mit den kaum noch zumutbaren Bedingungen in unserer Schule arrangieren. Seit Herbst vergangenen Jahres bitte ich die Stadt regelmäßig, Alternativlösungen in Erwägung zu ziehen. Bedauerlicherweise war man dazu bis heute nicht bereit“, berichtet Mandy Pfeifer. Aber sie habe auch erfreuliche Informationen: „Am 19. Februar teilte mir das Wirtschaftsministerium auf Nachfrage mit, dass der Stadt eine Alternativlösung angeboten wurde. Es soll sich dabei um einen Hortneubau in Modulbauweise handeln“, so Pfeifer. Sie fordert Klarheit von der Stadt.

 





 

 




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