TAg des offenen Hofes : Schauen, staunen, ausprobieren

Wie das neue Melkkarussell der Agp Lübesse funktioniert, erklärte Landwirte Juliane Schwarz (r.) den Besuchern.
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Wie das neue Melkkarussell der Agp Lübesse funktioniert, erklärte Landwirte Juliane Schwarz (r.) den Besuchern.

Offene Hoftüren in Holthusen, Mirow und Plate locken tausende Gäste und lassen nicht nur die Augen der kleinen Besucher leuchten

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11. Juni 2018, 10:00 Uhr

Kleine kuschlige Küken, niedliche Kälbchen mit langen Wimpern und große Traktoren ließen gestern das Herz von Max höher schlagen. Der Dreijährige aus Jamel war auch vom großen neuen Mähdrescher fasziniert. „Davon wird er uns wohl auch noch ganz lange erzählen“, sagte seine Mutter Sandra Lübeck. Mit ihrem Mann Thomas und Tochter Anni (5) war sie gestern zu Gast auf dem Hof der Agp Lübesse, um zu schauen wie Landwirtschaft heute funktioniert. „Meine Eltern hatten einen Hof, das ist uns alles nicht ganz fremd“, gab Sandra Lübeck zu. Es sei aber dennoch interessant zu sehen, welchen Fortschritt auch die Landwirtschaft gemacht hat. Mehr als 1000 Besucher waren gestern jeweils auf den Höfen in Plate, Holthusen und Mirow unterwegs. Landesweit wurden sogar mehr als 30 000 Besucher auf den 19 „offenen Höfen“ gezählt. Deshalb wird der „Tag des offenen Hofes“ auch weiterhin stattfindet, kündigte Landesbauernpräsident Detlef Kurreck an. Gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) eröffnete er die landesweite Aktion in diesem Jahr auf dem Hof der Agrargemeinschaft in Holthusen. Gastgeberin Brigitte Roost-Krüger hatte für die Besucher mit Partnern wie dem Bauernverband, Landmaschinenhändlern, dem UFAT-Bildungswerk und regionalen Händlern sowie Fischer Walter Piehl ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. „Das ist super hier, das Polizeiorchester spielt, es gibt Tiere zum Anfassen und sogar einen Gottesdienst. Ein Besuch und so viel zu entdecken“, erklärte Walter Grieb. Er hatte an diesem Tag seine Frau Gisela und die Enkelkinder dabei. „Wir gehören nicht zu den kritischen Verbrauchern, eher zu den interessierten. Hier gibt es zu jedem Thema einen Ansprechpartner“, fügte er hinzu.

Mit reichlich neuem Wissen ging auch Ingrid Krüger aus Rastow nach Hause. Von Agp-Chef Rainer Mönch ließ sie sich bei einer Hofrundfahrt die Betriebsstrukturen erklären. Auf die Frage, ob das Gesehene nun Massentierhaltung sei, antwortete sie: „Ja, denn es sind mehr als bei einem kleinen Bauernhof. Aber es geht allen Tieren gut und die Menschen wollen ja auch etwas essen.“ Dass der Bulle, den sie zuvor bestaunt hat, die Kühe nicht mehr persönlich beglückt, stimmte sie etwas traurig. „Er wäre mit so vielen Damen auch überfordert“, scherzte die Rastowerin. Leni Gundlach (9) und ihr Bruder Yann-Eric (6) hatten mit ihrer Mutter den Hof der Plater Agrargemeinschaft angesteuert. „Wir sind gespannt, was es alles zu entdecken gibt. Es ist unser erster Tag des offenen Hofes. Dialog ist wichtig“, so die junge Mutter aus Schwerin.

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