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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 07:18 Uhr

Es wird schön : Sanierung des Schlosses fast fertig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Innenhof wird die letzte Fassade instand gesetzt

von
erstellt am 29.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Wenn am Schloss Bauarbeiten laufen, so werden diese stets mit Argusaugen verfolgt. Denn dieses Gebäude ist das Kernelement der Schweriner Welterbe-Bewerbung, Und wie fast immer in seiner 1000-jährigen Geschichte wird gleich an mehreren Stellen gewerkelt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht derzeit der Umbau des Plenarsaales im Südflügel (SVZ berichtete).

Doch es gibt noch mehr Baustellen: Im Innenhof des Schlosses sollen die Baugruben für den Versorgungstunnel bis Jahresende geschlossen werden. Im nächsten Jahr erfolgt die Planung der Pflasterung. Die soll so ausgeführt werden, dass der Schlossinnenhof künftig wieder für Veranstaltungen – beispielsweise Theateraufführungen und Konzerte – genutzt werden kann. „Entsprechende Vorgespräche mit dem Theater gibt es bereits“, sagt Landtagsdirektor Armin Tebben.

„Voraussichtlich im Frühjahr 2016 wird entschieden, in welchem Umfang der Innenhof des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Ziel ist es, die Erlebbarkeit des Schlosses weiter zu steigern“, sagt Dirk Lange, Pressesprecher des Landtages.

Derzeit ist nur noch eine Fassade des Innenhofes eingerüstet: die Terrakotta-Front des Hauses über der Schlosskirche. Dies ist der einzige wichtige Teil des Schlosses, der noch nicht saniert wurde, seit das Gebäude Landtagssitz ist. Alle anderen Fassaden und Fundamente wurden seit 1990 ertüchtigt. Doch die Arbeiten an der repräsentativen Schmuckfassade sind sehr kompliziert. Es gibt erhebliche konstruktive Probleme in diesem Bereich. Die Baukommission des Landtages berät deshalb über das weitere Vorgehen an dieser Stelle.

Gerüst vor der Außenfassade des Bischofshauses wird im November verschwinden. Im Zuge der Bauunterhaltung wurden dort kleine Risse oder loser Putz beseitigt und die entsprechenden Flächen ausgebessert, Fenster instand gesetzt, neu gestrichen und Verschleißteile wie Scharniere und ähnliches erneuert. Damit die Dachentwässerung endlich reibungslos funktioniert, wurden die Dachrinnen und Abflussrohre repariert bzw. erneuert.

Eingerüstet ist jedoch noch Fürst Niklot. Einmal jährlich kontrollieren Fachleute vom Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) den Zustand des Reiterstandbildes über dem Hauptportal des Schlosses, das unter Witterungseinflüssen sehr zu leiden hat. Für diese Wartung wird die Skulptur eingehaust. Niklot wird gereinigt und auf Schäden untersucht, die repariert werden.

Für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sind auch die Rossebändiger an der Schlossbrücke eingerüstet. Sie werden mit Wasserdampf gereinigt. Dann werden Schadstellen ausgebessert und kleine Risse an den Nähten der beiden Zinkgussplastiken gelötet. Anschließend bekommen die überlebensgroßen Skulpturen wieder einen witterungsbeständigen Anstrich. Bis Ende November sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.


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