Banzkower Baupläne : Rundum-Erneuerung für Schule

Die Sanierung der Banzkower Schule steht an: Morgen fällt der Grundsatzbeschluss.
Die Sanierung der Banzkower Schule steht an: Morgen fällt der Grundsatzbeschluss.

Gemeinde Banzkow plant mit fast fünf Millionen Euro für Sanierung. Schülerzahlen steigen seit Jahren.

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20. Februar 2018, 23:24 Uhr

Die Vorarbeiten sind geleistet. Morgen Abend fällt die Entscheidung: Die Gemeinde Banzkow geht an die Sanierung der Regionalen Schule. Rund fünf Millionen Euro soll die kosten – oder besser gesagt darf sie kosten. „Wir haben schon im Vorfeld hin und her gerechnet, um diese Summe nicht zu überschreiten“, berichtet Bürgermeisterin Irina Berg. Denn wenn es nach den pädagogischen Wünschen und den technischen Möglichkeiten gehen würde, kämen die Banzkower locker auf 6,4 Millionen Euro. „Wir müssen mit deutlich weniger Geld klarkommen“, betont Irina Berg, „ansonsten bekommen wir kein Fördergeld. Und ohne Unterstützung können wir uns gar nichts leisten.“ Doch 75 Prozent Fördergeld gibt es nur bei Schulsanierungen bis zu fünf Millionen Euro. Die Krux für die Banzkower: Auch die Planung und die Kosten für einen Ersatzbau für die Umbauzeit fließen da rein. Und einen angedachten Anbau für die Mensa darf es nicht geben – der wäre kein Sanierungsprojekt.

Doch die Banzkower müssen und wollen an ihrer Schute etwas tun. Der typische DDR-Plattenbau ist nicht nur in die Jahre gekommen. Die Brandschutz-Auflagen sind heute viele höher. Ein Fahrstuhl muss her, um Barrierefreiheit zu schaffen. Aber vor allem steigen die Schülerzahlen. „Als ich vor zehn Jahren Bürgermeisterin wurde, hatten wir 178 Schüler in Banzkow, heute sind es 244“, erzählt Irina Berg. „Bald könnten es mehr als 300 sein.“ Denn nicht nur an der Regionalen Schule in Banzkow mit Kindern ab der Klassenstufe fünf steigen die Zahlen wieder. Auch in Plate und Sukow werden die Grundschulen erweitert, weil der Bedarf einfach da ist. Diese Gemeinden hatten in den 1990er-Jahren die Schulen in der Region so aufgeteilt, dass alle drei Standorte erhalten blieben.

Die Banzkower machen sich seit einem Jahr Gedanken, wie die Schule am besten modernisiert werden kann. Am Donnerstag, 22. Februar, will die Gemeindevertretung den Beschluss dazu fassen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im „Störtal“. Ziel ist es, in einem Jahr Bau- und Finanzplan in trockenen Tüchern zu haben. Danach soll es so schnell wie möglich mit den Arbeiten losgehen.

„Die gesamte Gemeindevertretung steht hinten dem Projekt“, betont die Bürgermeisterin. „Wir wollen eine kinderfreundliche Gemeinde sein, da gehört die Schule dazu.“ Das zeigte sich auch beim Neujahresempfang der Gemeinde. Dort brachte die Versteigerung von Bildern 750 Euro für den Schulförderverein ein. Auch der Kindergarten soll erweitert werden – um sechs Krippenplätze. Darüber wird ebenfalls morgen entschieden. Hinzu kommt: Das neue Baugebiet am Dorfrand füllt sich vor allem mit jungen Familien.

Irina Berg guckt noch darüber hinaus: „Die Gemeinde sorgt dafür, dass die äußere Hülle der Schule gemacht wird. Wichtig ist aber auch das Innenleben.“ Sie hofft, dass Landes- und Bundespolitik den vielen Worten über zukunftsweisende Bildung rasch Taten folgen lassen und den klammen Kommunen bei der Ausstattung mit modernen Unterrichts- und Kommunikationsmitteln unter die Arme greifen. Und als ehrenamtliche Bürgermeisterin wünscht sie sich zudem mehr Hilfe von den Profis in den Fachbehörden.

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