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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 13:28 Uhr

Crivizer Amtsneubau : Rundgang durchs neue Amt Crivitz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Komplette Verwaltung für 17 Gemeinden nun unter einem Dach: Neue Räume und neue Sprechzeiten sollen mehr Bürgernähe schaffen

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Ursel Marnitz ist auf dem Sprung: „Ich hole mir nur schnell Formulare für die Steuererklärung“, sagt die Barninerin und nimmt die aus dem Regal, das im Warteraum des Crivitzer Bürgerbüros steht. Gleich daneben liegt ein Stapel mit Gelben Säcken. „Bitte nur zwei Rollen pro Haushalt mitnehmen!“, steht auf einem Infoblatt. „Gute Idee“, sagte Ursel Marnitz und greift zu. „Die vergesse ich sonst wieder.“ Es dauert keine zwei Minuten, dann ist die Barninerin wieder raus aus dem Crivitzer Amtsgebäude. Doch als Amtsvorsteherin Heike Isbarn sie anspricht, nimmt sich Ursel Marnitz weitere zwei Minuten Zeit. Ja, das sei ihrer erster Gang ins neue Amtsgebäude. Den Eingangsbereich am Verknüpfungspunkt des bisherigen Amtsgebäudes und des Anbaus findet die Barninerin übersichtlich – und schlicht. „Ich hatte kein Problem, mich zurecht zu finden“, fügt Ursel Marnitz hinzu. Der Wegweiser sei ja nicht zu übersehen.

Diese kurze Einschätzung hört Heike Isbarn gern. „Wir wollen es unseren Bürgern so einfach wie möglich machen“, betont die Verwaltungschefin. Deshalb wurde lange getüftelt, wie die Besucher am schnellsten und einfachsten durch das Verwaltungsgebäude geleitet werden. „Wir haben jetzt einen zentralen Amtssitz mit allen 80 Mitarbeitern in der Crivitzer Altstadt. Es sind aber zwei Gebäude, die miteinander verknüpft wurden“, bringt Isbarn in Erinnerung. Drei Millionen Euro kostete der Anbau. Damit war er immer noch eine Million Euro günstiger als ein Neubau am Stadtrand.

Ganz bewusst wurden im zentralen Amtsgebäude die Bereiche, in denen die Bürger am meisten zu tun haben, am Haupteingang platziert. Dazu gehört das Bürgeramt mit Bürgerbüro, Standesamt sowie der Bereich Schulen, Kinder und Jugend. Wer ohne Terminabsprache kommt, zieht am Automaten eine Nummer und kann auf einem der 22 Spitzplätze Platz nehmen. Im Wartebereich stehen auch die Regale mit den Formularen. „Wir legen hier noch Informationsmaterial und Broschüren aus“, fügt Isbarn an. Einige Kinderbücher und Spielzeug für die Kleinen haben indes schon ihren Platz gefunden.

Doch die Wartezeit soll nicht lange andauern. Wenn die gezogene Nummer auf dem Bildschirm erscheint, bleibt der Gast aber im Wartebereich. „Der Mitarbeiter kommt und holt seinen Besuch ab, damit die Gäste den konkreten Raum nicht suchen müssen“, erläutert Isbarn. Denn trotz der farbigen Wegweiser ist die Orientierung nicht einfach. Wer in einem der Fachbereiche oder bei der Amtsvorsteherin einen Termin haben will, sollte sich anmelden, bittet Heike Isbarn. Die zentrale Telefoneinwahl lautet 03863/54540. Auf der Internetseite des Amtes sind alle Ansprechpartner zu finden – mit Telefonnummer und Mailadresse. Sprechzeiten in allen Fachbereichen des Amtes sind montags und freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr.

Wichtig für die Bürgernähe ist zudem das mobile Büro. Sprechstunden in Retgendorf, Leezen, Banzkow und Prestin werden angeboten. „Das läuft an drei Orten sehr gut“, berichtet Isbarn. „Aber in Prestin war bislang nicht ein Bürger.“ Wenn das so bleibt, muss darüber nachgedacht werden, auf diesen Tourenort zu verzichten.

Nicht zur Disposition steht aber die zusätzliche Sprechzeit im Bürgeramt. Am jedem ersten Sonnabend im Monat ist es von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Das gilt auch für den kommenden Sonnabend. Da sollte eigentlich Einweihung gefeiert werden und der große Tag der offenen Tür stattfinden. Beides wurde wegen der Demonstration der Crivitzer für ihre Kindereinrichtungen abgesagt (SVZ berichtete). „Den Festakt können wir nicht nachholen“, fügt Isbarn an. Wer das Amt kennenlernen möchte, sollte sich anmelden. „Wir organisieren dann Rundgänge für Gruppen“, lädt sie ein.

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