Schwerin-Mueß : Ruine der „Fähre“ soll verschwinden

Das einstige Ausflugslokal ist nicht zu retten. Der Investor hat seine Pläne für das Areal an der Stör nun überarbeitet.
Das einstige Ausflugslokal ist nicht zu retten. Der Investor hat seine Pläne für das Areal an der Stör nun überarbeitet.

Investor will an der Stör Häuser bauen und touristisches Angebot machen

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13. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die Tage eines weiteren Schandflecks an einer der Haupteinfallstraße Schwerins könnte bald Geschichte sein: die alte Fähre in Mueß. Der Besitzer des Areals arbeite wieder am Thema, bestätigte Baudezernent Bernd Nottebaum auf SVZ-Nachfrage.

Zur Erinnerung: Die Brandruine, die vor mittlerweile 17 Jahren von Carsten Rönndahl ersteigert wurde, liegt seit Langem brach. Vor wenigen Jahren hatte die Stadt einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht: Investoren sollten auf der rund zwei Hektar großen Fläche ein Café, Ferienhäuser und Einfamilienhäuser bauen. „Das mit den Häusern für Familien war bereits damals ein Kompromiss“, erklärt Baudezernent Bernd Nottebaum. Dass das Vorhaben nicht umgesetzt wurde, lag an weiteren Wünschen der Investoren. Sie wollten eine zweite Reihe Wohnhäuser im Osten des Stadtteils bauen. Dagegen gab es Kritik von Anwohnern, vom Ortsbeirat und auch von der Verwaltung.

Doch jetzt gibt es neue Signale. Der Investor will auf die zweite Reihe verzichten, also die Vorgaben für den künftigen Bebauungsplan erfüllen. Das stieß laut Baudezernent auch im Ortsbeirat auf ein positives Echo.

Und so geht es nun weiter: Aktuell hat der Investor alle notwendigen Gutachten in Auftrag gegeben – für Umweltbelange, für Schallschutz und ein Baugutachten. „Unser Plan ist es, im Frühjahr die Träger öffentlicher Belange am Vorhaben zu beteiligen“, berichtet Bernd Nottebaum. Das bedeutet, dass dann nicht nur Feuerwehr oder Behörden ihre Bedenken oder Anregungen zum Bauvorhaben mitteilen können, sondern auch die Anwohner.

Anschließend würden Bernd Nottebaum zufolge die Pläne bei der so genannten Offenlegung – vermutlich im Stadthaus – öffentlich einsehbar. Anschließend gipfelt dieses Procedere in einem gültigen Bebauungsplan. Nach Jahrzehnten des Stillstands dürfte sich also im nächsten Jahr etwas an der Brandruine des ehemals beliebten Ausflugslokals und der späteren Diskothek ‚„Schwalbennest“ tun.

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