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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 20:53 Uhr

So ruht Schwerin : Ruhe zwischen Kiefern und Birken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Waldfriedhof: Auf der Anlage im Haselholz sind Erd- und Urnenbeisetzungen sowie Feuerbestattungen möglich

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Der Friedhof ist ein Ort für alle, die einen geliebten Menschen verloren haben, ein Ort des Abschieds, der Erinnerung, des Trostes und der Hoffnung. Als Parks abseits des turbulenten städtischen Lebens bieten die Schweriner Friedhöfe auch Raum für Spaziergänge in ruhiger Atmosphäre, so wie auf dem Waldfriedhof.

Zu Beginn der 1960er-Jahre stieg die Einwohnerzahl in Schwerin. Nicht nur mehr Wohnraum, auch ein neuer Friedhof wurde notwendig. Am 1. April 1963 beschloss der Rat der Stadt und des Bezirkes, auf einer großen Waldfläche im Haselholz eine neue Ruhestätte anzulegen. Am 23. November 1966 folgte der Spatenstich durch den damaligen Oberbürgermeister Günter Braun.

In verschiedenen Abschnitten entstanden nicht nur Grabfelder, sondern auch ein Blumenladen, Toilettenanlagen, eine Gärtnerei, eine Steinmetzwerkstatt, ein Heizhaus sowie ein Sozial- und Verwaltungsgebäude. Ein Wohnhaus mit acht Wohnungen für Mitarbeiter des zukünftigen Friedhofes, zunächst genutzt als Arbeiterwohnheim, wurde ebenfalls errichtet. Nach der Wende musste die Gärtnerei geschlossen werden, der Blumenladen und die Steinmetzwerkstatt wurden privatisiert.

Auch eine Trauerhalle wurde gebaut. Die Fenster in dem großen Raum sind so angeordnet, dass sich die einfallenden Lichtstrahlen an dem Punkt sammeln, wo der Sarg oder die Urne während der Beerdigung stehen. 1995 bekam die Trauerhalle am hinteren Teil einen Anbau, das Krematorium. Seitdem sind auch Feuerbestattungen auf dem Waldfriedhof möglich.

Auf mehr als 24 Hektar gibt es heute mehr als 17  000 Gräber. Dabei sind neben den traditionellen Erdgräbern auch Reihengräber für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen sowie Urnenwahlgräber und Urnengemeinschaftsanlagen möglich. Kinder finden auf dem Waldfriedhof ebenfalls ihre letzte Ruhe. Auf einer Wiese am südwestlichen Ende des Friedhofes ist seit 2000 eine Aschestreuwiese eingerichtet. Zahlreiche Kiefern, Stieleichen und Birken geben dem Friedhof nicht nur seinen Namen, sondern sorgen auch für die passende Atmosphäre.

Gepflegt werden die Friedhöfe der Stadt mit ihren Einrichtungen, so auch der Waldfriedhof, seit 2001 von dem Eigenbetrieb der Stadt, den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin. Die Mitarbeiter kümmern sich auch um den Alten Friedhof und den Friedhof der Opfer des Faschismus.

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