Ärger der Woche : Rollstuhlfahrer kommen nicht an Briefkästen

Schweres Durchkommen: Wer einen Brief einwerfen möchte, muss sich an abgestellten Rädern vorbeischlängeln.
Schweres Durchkommen: Wer einen Brief einwerfen möchte, muss sich an abgestellten Rädern vorbeischlängeln.

Post-Behälter auf dem Marienplatz wurden gedreht: Fahrräder versperren jetzt den Weg zu den Einwurfschlitzen

von
15. November 2015, 09:00 Uhr

Bisher sei der Doppelbriefkasten in der Nähe eines Fotogeschäfts auf dem Marienplatz auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar gewesen, berichtet eine SVZ-Leserin. „Doch nun wurden beide Briefkästen umgedreht, die Einwurfschlitze Richtung Fahrbahn, genau vor Fahrradständern, die natürlich, weil zentral gelegen, auch stets voll belegt sind.“ Rollstuhl- und Scooterfahrer hätten keine Chance, ihre Briefe selbst einzuwerfen. „Es wäre schön, wenn die Post von sich aus an Behinderte denkt“, so unsere Leserin.

Die Post gelobt Besserung. Weil vor Ort gearbeitet werde, seien die Briefkästen gedreht worden, erklärt Post-Sprecher Martin Grundler. „Wir mussten auf diese Arbeiten reagieren.“ In der kommenden Woche sollen die Kästen aber umgesetzt werden, damit auch Menschen mit Behinderung sie wieder problemlos erreichen können. Der neue Standort auf dem Marienplatz werde gut sichtbar sein, versichert Grundler.

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