Hallenumbau : Rollsportler erhalten Rückenwind

Für den Umbau der Kaufhalle zur Rollsporthalle werden 1,3 Millionen Euro gebraucht.
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Für den Umbau der Kaufhalle zur Rollsporthalle werden 1,3 Millionen Euro gebraucht.

Politiker sagen Unterstützung zu für das Projekt „D-Halle“ / Landessporttag will am 22. November über Förderung entscheiden

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13. November 2014, 20:40 Uhr

Für seine Idee, eine leer stehende alte Kaufhalle zu einer Sporthalle für Kinder und Jugendliche umzubauen (SVZ berichtete), bekommt der Verein „Power for Kids“ viel Zuspruch. Jetzt geht es darum, die Projektunterlagen zu vervollständigen und das ausgereifte Finanzierungskonzept vorzulegen. Denn beim Landessporttag am 22. November will der Landessportbund (LSB) über eine Förderung in sechsstelliger Höhe beschließen. „Der Antrag liegt vor, das Konzept für die Gesamtfinanzierung jedoch noch nicht“, hieß es gestern aus der Geschäftsstelle des LSB zum aktuellen Stand.

Warum die Investitionssumme so gewaltig ist – insgesamt geht es um 1,3 Millionen Euro – hatte Peter Boneß vom Verein „Power for Kids“ auf der Sitzung des Ortsbeirates erklärt. Denn die rund 1500 Quadratmeter große Halle soll so umgebaut werden, dass sie für diverse Rollsportarten wettkampftauglich wird und dann auch mehr als 200 Sportler aufnehmen kann. Dafür ist aus Sicherheitsgründen eine Sprenkleranlage vorgeschrieben. Besondere Attraktion soll ein 100 Quadratmeter großer Schaumstoff-Pool sein, an dem die Sportler das Bewältigen schwieriger Hindernisse risikoarm üben können.

Doch ist die Nachfrage tatsächlich so groß? Auf entsprechende Anfragen während der Ortsbeiratssitzung konnte Boneß eine klare Antwort geben: Die Szene sei sehr gut vernetzt und immer an neuen Parcours interessiert. Schon jetzt hätten die Schweriner Rollsportler, die selbst regelmäßig in die Hallen anderer Städte wie Hamburg oder Stralsund fahren, Sportler aus ganz Norddeutschland zu Besuch, die auf der offenen Rallyestrecke im Wald fahren wollen. Doch eine Halle fehle, so Boneß. Das beklagen auch die Skater, die in Lankow auf der Half Pipe im Sportpark ihr Domizil haben. Stadtvertreter und Landtagsabgeordneter Helmut Holter bestätigte, dass das Interesse an einer Halle groß sei. „Das wollen die Kinder und Jugendlichen, und so eine Halle in Schwerin hätte überregionale Ausstrahlung. Außerdem sollte beachtet werden, dass das Projekt den Stadtteil aufwerten würde“, betonte Holter.

Baudezernent Bernd Nottebaum sicherte erneut die Unterstützung der Stadt zu und verwies auf den Stadtvertreterbeschluss zum Verkauf der alten Halle an den Verein. Er mahnte aber auch an, dass für eine engere Kooperation der Informationsfluss verbessert werden müsse.

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