Schwerin : Rollen Züge zu laut durch die Stadt?

Über die 14,5 Kilometer Eisenbahnschienen auf Schweriner Stadtgebiet fahren jedes Jahr mehr als 30 000 Züge. Jetzt soll ermittelt werden, ob der Schallschutz ausreicht.
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Über die 14,5 Kilometer Eisenbahnschienen auf Schweriner Stadtgebiet fahren jedes Jahr mehr als 30 000 Züge. Jetzt soll ermittelt werden, ob der Schallschutz ausreicht.

Bahn startet öffentliches Beteiligungsverfahren: Schweriner können Anregungen für Lärmschutzplan einreichen

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14. Februar 2018, 05:00 Uhr

Durch Schwerin rollen jedes Jahr mehr als 30 000 Züge. Deshalb muss das Eisenbahn-Bundesamt alle fünf Jahre einen Lärmaktionsplan erstellen, auch für den 14,5 Kilometer langen Abschnitt der Strecke Wismar-Ludwigslust, der sich auf dem Gebiet der Landeshauptstadt befindet. Für diesen Plan sammelt das Bundesamt derzeit Daten und hat dafür ein öffentliches Beteiligungsverfahren angeschoben. Bis zum 7. März haben Schweriner die Gelegenheit, dem Eisenbahn-Bundesamt Stellungnahmen zum Lärmaktionsplan oder zu Lautstärkebelästigungen zu übermitteln.

„Ziel der Aktionsplanung ist die Regelung von Lärmproblemen und ihren Auswirkungen“, erläutert Dr. Daniel Meyer-Kohlstock, Fachgruppenleiter Immissionsschutz und Umweltplanung der Stadtverwaltung. In dieser Phase seien ausschließlich die Bürger aufgefordert, sich zu beteiligen, nicht die Stadt. Möglich ist das im Internet unter www.laermaktionsplanung-schiene.de. Per Post können Schweriner ihre Stellungnahmen an das Eisenbahn-Bundesamt, Lärmaktionsplanung, Heinemannstraße 6 in 53175 Bonn schicken. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Bundesamtes unter www. eba.bund.de/lap.

Von dieser Möglichkeit der Beteiligung haben die Bürger bisher regen Gebrauch gemacht. Insgesamt sind in der ersten Phase bundesweit rund 38 000 Meldungen eingegangen. Aus Schwerin gab es zwei Eingaben. Aus diesen Hinweisen sowie mit den jetzt eingereichten Anregungen erstellt das Eisenbahn-Bundesamt den Lärmaktionsplan Teil B. Dieser wird Mitte dieses Jahres veröffentlicht.

„Die Deutsche Bahn ist in der Lärmaktionsplanung nur insofern involviert, als dass wir dem Eisenbahn-Bundesamt Daten zur Verfügung stellen. Die Bahn setzt im Auftrag des Bundes das so genannte Freiwillige Lärmsanierungsprogramm um“, erklärt Hans-Georg Zimmermann, Sprecher Lärmschutz und Umweltkommunikation der Deutschen Bahn. Maßnahmen daraus könnten zum Beispiel der Bau von neuen oder höheren Lärmschutzwänden sein.

Auch für die Landeshauptstadt sind die gesammelten Daten von Nutzen. „Wir werden die für Schwerin relevanten Teile daraus in die Fortschreibung unseres kommunalen Lärmaktionsplans einfließen lassen“, kündigt Dr. Daniel Meyer-Kohlstock an. Das soll noch in diesem Jahr passieren. Darüber hinaus werde auf den Internetseiten der Stadt auf die Lärmaktionsplanung Schiene hingewiesen.

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