Straßenbau in Schwerin : Rogahner Straße: Baustart im April

Holperpiste: Die Rogahner Straße muss grundhaft erneuert werden. Weil die Stadt keine Winterbaustelle will, beginnen die Arbeiten erst im Frühjahr.
Holperpiste: Die Rogahner Straße muss grundhaft erneuert werden. Weil die Stadt keine Winterbaustelle will, beginnen die Arbeiten erst im Frühjahr.

Stadtverwaltung schreibt alle Gewerbetreibenden in Görries an und informiert über geplante Arbeiten in zwei Abschnitten

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07. November 2017, 21:00 Uhr

Post von der Stadt erhalten in diesen Tagen die Firmenchefs in Görries. Mit einem zweiseitigen Schreiben informiert die Bauverwaltung ausführlich über die bevorstehende grundhafte Erneuerung der Rogahner Straße. Vor allem Zeitpläne, Umleitungsstrecken und der Verweis, dass Vollsperrungen die Ausnahme sein sollen, sind in dem Schreiben aufgelistet.

„Wir haben den Baubeginn bewusst aufs Frühjahr verlegt, auch wenn wir rein zeitlich sicher jetzt schon mit dem ersten Bauabschnitt anfangen könnten“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Wir wollten aber keine Winterbaustelle.“ Deshalb geht es zwischen der östlichen Auffahrt auf die Umgehungsstraße und der Einmündung Schulzenweg erst im April los. Die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen werde dafür gerade vorbereitet. Bis Ende 2018 sollen die Hauptarbeiten im ersten Abschnitt beendet sein, die auch die Erneuerung aller Ver- und Entsorgungsleitungen beinhalten. Die endgültige Asphaltdecke für den ersten Abschnitt wird es Nottebaum zufolge aber erst im Frühjahr 2019 geben. Das habe mit den Außentemperaturen zu tun: Bei Frost kann nicht asphaltiert werden.

Der zweite Bauabschitt vom Schulzenweg bis zum Obotritenring soll sich sofort im Frühjahr 2019 anschließen. „Unser Ziel ist es, diesen bis 2020 fertig zu stellen“, sagt der Dezernent. Offen ist im zweiten Abschnitt indes noch der Platz für die Bushaltestelle. Um den passenden Platz gab es immer wieder Diskussionen, da nicht nur die Anwohner, sondern auch die Kleingärtner kurze Wege haben wollen. Deshalb soll es laut Nottebaum gemeinsam mit der Bürgerinitiative eine Sicherheitsprüfung geben, an deren Ende der beste Standort für die Haltestelle gefunden werden soll. Geklärt sind aber schon die Geh- und Radwege. Im ersten Abschnitt wird es auf der Bahnseite auch künftig einen Gehweg geben – ebenso wie auf der gegenüberliegenden Seite. Dort entsteht aber zusätzlich ein Radweg, der in beide Richtungen befahren werden kann.

Den Fußweg auf der gegenüber der Bahntrasse liegenden Seite wollten die Anwohner im Übrigen nicht, wie die Bürgerinitiative stets betont hatte. Sie fürchteten zusätzliche Anliegerkosten. Doch der Gehweg entsteht nun, ohne dass die Grundstücksbesitzer zur Kasse gebeten werden. Denn das Stück Fußweg zwischen den beiden Auffahrten zur Umgehungsstraße ist in so gutem Zustand, dass dort keine Erneuerung notwendig wird. Ausbaubeiträge darf die Stadt aber nur erheben, wenn auf der gesamten Länge der Baumaßnahme neu gebaut wird. Daher gibt es den von den Bauplanern gewünschten Gehweg für die Anwohner quasi gratis dazu.

Im zweiten Bauabschnitt ist der anfänglich favorisierte Radstreifen auf der Straße nach dem Vorbild des Obotritenrings vom Tisch, bestätigt Nottebaum. „Das wäre zu teuer geworden.“ So entsteht zwischen dem Schulzenweg und der Unterführung der Bahn ein Radweg, auf dem in beide Richtungen geradelt werden darf. Zwischen Unterführung und Obotritenring ist kein Fahrradweg vorgesehen. Auf der Seite der Bebauung der Rogahner Straße entsteht ein neuer Gehweg.

Da auch bei der geplanten halbseitigen Sperrung der Rogahner Straße im ersten Bauabschnitt Verkehr umgeleitet werden muss, wird gegenwärtig eine verkehrstechnische Untersuchung durchgeführt. „Wir erhoffen uns dadurch neue Erkenntnisse über den notwendigen Umleitungsverkehr“, so der Baudezernent. Klar sei bereits jetzt, dass die Ludwigsluster Chaussee den Hauptteil des Umleitungsverkehrs abfangen muss. Wie dafür eventuell die Ampeln dort neu geschaltet werden müssen, das soll ebenfalls untersucht werden.

Im zweiten Bauabschnitt müssen die Handwerker aufgrund des komplizierten Baugrundes besondere Konstruktionslösungen für den Fahrbahnaufbau anwenden. Das macht Vollsperrungen nötig. Wie dann der komplett notwendige Umleitungsverkehrs aussehen wird, das soll erst noch geprüft werden.

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