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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 01:19 Uhr

Reparatur erst 2017 : Rogahner bleibt auf der Strecke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Warum die Stadt die Straßensanierung seit einem Jahrzehnt verschiebt, Am Grünen Tal aber schon im nächsten Jahr zur Baustelle werden soll

von
erstellt am 15.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Zwei Straßen, zwei Pflegefälle – zwei verschiedene Reparaturpläne: Die Rogahner Straße und die Strecke Am Grünen Tal ächzen unter der täglichen Fahrzeuglast. Etwas mehr als 12 000 Autos rollen täglich über die Fahrbahn auf dem Großen Dreesch, 26 000 sind es in Görries. Die Verkehrsplaner wollen das Grüne Tal im nächsten Jahr von Grund auf sanieren und 2016 abschließen, die Rogahner – seit etwa einem Jahrzehnt immer wieder verschoben – 2017 beginnen und ein Jahr später beenden. „Bei beiden besteht dringender Handlungsbedarf, beide sind aufwändige Sorgenkinder“, sagt Bernd-Rolf Smerdka, Chef des Verkehrsmanagementes. Während Am Grünen Tal erst in den vergangenen fünf Wintern stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, verwandelt sich die Rogahner Straße schon seit den 90er-Jahren in eine Buckelpiste.

Klar, das wissen auch die Anwohner, dennoch fühlen sich die Görrieser seit Jahren hingehalten, wie schon bei vielen Sitzungen des Ortsbeirates deutlich wurde. „Aber wir ziehen keine anderen Straßen der Rogahner vor“, sagt Smerdka. Bei der Sanierung des Obotritenringes sei dieser Verdacht schon einmal laut geworden. Die Gründe für die Verzögerungen liegen eher auf den Schreibtischen der Bauplaner. Die Planungen für Am Grünen Tal sind weiter ausgearbeitet als für die Rogahner Straße, der Untergrund in Görries zudem kompliziert. „Dort steht das Grundwasser fast bis zur Straßenoberkante“, so Smerdka.

Dennoch findet jetzt im Verkehrsmanagement ein Umdenken statt. „Der Untergrund beider Fahrbahnen ist dermaßen desolat, dass wir eine Sanierung nicht mehr länger vor uns her schieben können“, sagt der Amtschef. Straßenunterbau und Fahrbahndecke seien bei beiden nicht mehr eine Einheit, würden sich voneinander lösen und zum Teil gegeneinander Arbeiten. Das reibe die Straße auf. Das Ergebnis sind Wellen, Löcher und eine kaum funktionierende Entwässerung der Fahrbahn.

Für die Komplettsanierung Am Grünen Tal zwischen Zoo-Kreuzung und Köpmarkt veranschlagen die Planer rund drei Millionen Euro. „Wir hoffen, auf dem Abschnitt etwa 3000 Quadratmeter Fahrbahn einzusparen“, so Smerdka. Die Straße stamme noch aus den 70er-Jahren, als der Große Dreesch gerade entstand und „ist für heutige Verkehrsströme viel zu großzügig“.

Für die etwas mehr als 1,6 Kilometer lange Rogahner Straße zwischen Obotritenring und Ortsumgehung rechnet die Stadt mit 5,4 Millionen Euro. Teile der Summe fließen in die Erneuerung der Gewölbebrücke und in die Geh- und Radwegunterführung unter der Bahnstrecke Görries-Hauptbahnhof. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Stadtvertretung hervor. „Für die Rogahner müssen wir noch die komplette Planung anfertigen“, sagt der Amtschef. Das werde alleine rund ein Jahr in Anspruch nehmen – auch wegen des nahen geschützten Biotops rund um den Grimke See.

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