Schwerin : Riesenkran bringt Betonbecken

Der vorgefertigte, 45 Tonnen schwere Mischwasserschacht wird mit einem Autokran passgenau in die Baugrube gesetzt.
Der vorgefertigte, 45 Tonnen schwere Mischwasserschacht wird mit einem Autokran passgenau in die Baugrube gesetzt.

Schweriner Abwasserentsorgung baut Herzstück des Mischwasserkanals zwischen Bürgermeister-Bade-Platz und Beltzstraße ein

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24. Juli 2014, 21:45 Uhr

Mehr als 45 Tonnen wiegt das Herzstück des neuen Mischwasserkanals zwischen Bürgermeister-Bade-Platz und Beltzstraße, das gestern auf Höhe Güterbahnhofstraße eingebaut wurde. Kranführer Jürgen Rabe von der Firma Ulferts & Wittrock setzte mit seinem riesigen Autodrehkran, dem größten der Landeshauptstadt, das Betonsegment passgenau auf das Betonfundament.

„An dieser Stelle müssen ein Ei-Profil-Rohr mit 900/1350 Durchmesser und zwei 900er-Leitungen zusammengeführt werden“, erläutert Christina Rutkowski, die Bauleiterin der Schweriner Abwasserentsorgung (SAE). „Hier wird das vom Obotritenring, der Güterbahnhofstraße und dem alten Bahnhofsgelände kommende Mischwasser in einem Schacht vereint und in Richtung Bürgermeister-Bade-Platz abgeführt“, so Rutkowski.

Das Sonderbauwerk war im Berding Betonwerk Rostock angefertigt worden. „Dadurch haben wir mindestens zwei Wochen Bauzeit gespart“, sagt Johannes Kansy vom Ingenieurbüro Bauwas, das für Planung und Bauüberwachung zuständig ist. Üblicherweise hätte es per Hand hochgezogen und ausgemauert werden müssen. „So können wir die beiden neuen, glasfaserverstärkten Kunststoffrohre einfach mit Muffen andocken und müssen nur die Verbindung zum Beton-Ei-Profil-Rohr mauern“, sagt Kansy.

Der untere Bereich des neuen Mischwasserschachts ist auch schon mit Hartbrandklinkern ausgemauert – zum Schutz vor biogener Schwefelsäurekorrosion durch das Schmutzwasser, erklärt Rutkowski. Schließlich soll es viele Jahrzehnte halten. Ist der Schacht einsatzbereit und kann das aus der Weststadt kommende Mischwasser aufnehmen, wird die derzeitige Behelfslösung, das oberirdisch verlegte dicke, hässliche Stahlrohr, das von der Güterbahnhofstraße bis zum Bürgermeister-Bade-Platz führt, demontiert, kündigt die SAE-Bauleiterin an. Das soll Anfang August passieren.

Danach können die Straßenbauer anrücken. Die müssen für die zwei nördlichen Fahrspuren des Obotritenrings den Straßenaufbau von Grund auf erneuern. „Obwohl hier schon viel Boden ausgetauscht wurde, werden wir angesichts des schwierigen Untergrundes zur besseren Lastenverteilung wieder mit Geoflies arbeiten“, sagt Kansy. Noch in diesem Jahr soll der Verkehr auf diesem Stück des Obotritenrings ungehindert fließen.

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