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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 03:58 Uhr

Neue Arbeitsplätze : Richtfest beim Verschluss-Profi

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Firma Procap investiert 26 Millionen Euro in den Neubau im Industriepark und sucht für erweiterte Produktionsstrecke noch Mitarbeiter

von
erstellt am 30.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Großer Bahnhof im Industriepark Göhrener Tannen: Die Firma Procap, einer der größten Hersteller von Kunststoffverschlüssen, feierte gestern Richtfest. Das Unternehmen hatte erst im vergangenen Jahr die Schoeller Cap Systems in der Landeshauptstadt übernommen. Neben dem Vertriebsbüro verfügt das Unternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg seitdem erstmals auch über eine eigene Produktionsstätte in Deutschland.

Zu den jetzt 45 Arbeitsplätzen sollen nach der Verlegung der Betriebsstätte in die Göhrener Tannen weitere kommen. „Im ersten Schritt brauchen wir 17 Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Harry Briese. „Mit Abschluss unseres Neubaus wollen wir auf 120 anwachsen.“

Allein für den ersten Bauabschnitt mit Bürobereich sowie Produktions- und Lagerhalle investiert Procap bis zum nächsten Jahr 26 Millionen Euro. Jeweils eine Produktions- und eine Lagerhalle sollen im zweiten Bauabschnitt anschließend folgen. Der Endausbau im Industriepark Schwerin ist für 2020 vorgesehen.

Procap produziert Verschlüsse für Verpackungen von festen und flüssigen Lebensmitteln, Chemikalien, Kosmetik und pharmazeutischen Erzeugnissen. Mit der Schweriner Produktionsstätte ließen sich Lieferzeiten und Kosten optimieren. Zudem würde sich die Kundenkette des Unternehmens erweitern – aus MV kämen beispielsweise die Darguner Brauerei, Wesergold mit seiner Betriebsstätte in Dodow oder Güstrower Schlossquell dazu. Zu den internationalen Kunden zählen unter anderem Nestlé, Unilever, Monsanto, Bayer, BASF, Pfizer, L’Oréal und Chanel.

Zum Richtfest begrüßte die Unternehmensführung jede Menge Politiker und Vertreter der Wirtschaft, darunter Wirtschaftsminister Harry Glawe und Schwerins Baudezernent Bernd Nottebaum. „Die Entwicklung ist beispielhaft dafür, dass unser Land für Investoren attraktive Möglichkeiten zur Ansiedlung bietet“, sagte Minister Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Procap mit rund vier Millionen Euro.

Im Industriepark Schwerin sind bereits der Luftfahrt-Zulieferer FlammAerotec und der Automobilzulieferer PTS Precision ansässig. Die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungs GmbH (SAS) investiert in eine moderne Biogasanlage. Nestlé eröffnet in einer Woche das größte Kaffeekapsel-Werk in Europa.

„Nachdem mit Nestlé das Startsignal gegeben wurde, sehen wir eine Sogwirkung für weitere Ansiedlungen. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, den Industriepark weiter zu entwickeln“, betonte Glawe. „Nach Ansiedlung der Unternehmen werden hier rund 800 Arbeitsplätze entstanden sein.“

 

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