Nach Badeunfallall in Schwerin : Rettungsschwimmer haben Zulauf

Kerzen und Plüschtiere erinnern auch heute noch an das Unglück vom 22. Juli.
Kerzen und Plüschtiere erinnern auch heute noch an das Unglück vom 22. Juli.

DRK-Wasserwacht bildet acht neue Helfer aus / Ermittlungen nach dem Tod von Marie-Celine dauern an

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05. August 2015, 21:00 Uhr

Zwei Wochen nach dem tödlichen Badeunfall der vierjährigen Marie-Celine im Schweriner See hat die DRK-Wasserwacht in der Landeshauptstadt großen Zulauf für die Rettungsschwimmer-Ausbildung. Acht neue Schwimmer werden derzeit in einem etwa zweiwöchigen Kurs geschult, wie Oliver Marquardt von der Wasserwacht sagte.

Weitere zwölf Interessenten, die bereits eine Rettungsschwimmer-Ausbildung haben, wollten die Auffrischungsprüfung ablegen. Damit könne es gelingen, die Rettungstürme in den drei Schweriner Badeanstalten – Zippendorf, Kalkwerder und Südufer Lankower See – bis zum Ende der Saison zu besetzen. Als am 22. Juli Marie-Celine am Strand von Zippendorf ertrank, war der Rettungsturm aus Personalmangel nicht besetzt gewesen (SVZ berichtete). Laut eines NDR-Berichts arbeiten derzeit in Mecklenburg-Vorpommern etwa 390 Rettungsschwimmer. Alle Helfer seien ehrenamtlich im Einsatz.

Im Fokus der Ermittlungen der Schweriner Staatsanwaltschaft im Fall von Marie-Celine steht unterdessen weiterhin die Mutter des Kindes, wie Sprecherin Claudia Lange gestern auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Die Untersuchungen würden noch ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen. Geklärt werden müsse, ob eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliege, so Lange. Nach Abschluss der Ermittlungen werde dann über weitere Schritte entschieden. Laut Zeugenaussagen soll am Strand zum Zeitpunkt des Verschwindens ein Bekannter der Mutter auf das Mädchen aufgepasst haben.

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