Schwerin : Rettung für Damen vom Ostorfer See?

Diese drei Figuren am Ostorfer See waren nicht mehr standsicher und wurden abgenommen. Bildhauer Nado Kallweit sucht aber  bereits nach neuen Ideen für den Standort.
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Diese drei Figuren am Ostorfer See waren nicht mehr standsicher und wurden abgenommen. Bildhauer Nado Kallweit sucht aber bereits nach neuen Ideen für den Standort.

Pappelholz-Skulpturen von Nando Kallweit schwer geschädigt: Kunst-Wasser-Werk-Verein prüft Erhalt

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01. September 2015, 08:00 Uhr

Was ist aus den drei roten Damen vom Ufer des Ostorfer Sees geworden, die vor acht Wochen abgenommen wurden? Bildhauer Nando Kallweit hatte sie vor fünf Jahren aus den Stümpfen von drei riesigen Pappeln herausgearbeitet, die aus Sicherheitsgründen eigentlich komplett abgesägt werden sollten. Doch die Tage der markanten Figuren, die schnell zu beliebten Sehenswürdigkeiten wurden, waren gezählt. Anfang Juli wurden sie entfernt – wieder aus Sicherheitsgründen.

„Aufgrund voranschreitender Holzzersetzung durch Pilze wurde eine eingehende Untersuchung der drei Skulpturen durchgeführt. Dabei mussten wir feststellen, dass die Stand- und Bruchsicherheit nicht mehr gegeben ist“, nannte German Knaak, Sachgebietsleiter Baum- und Waldbewirtschaftung der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), die Gründe. Die Figuren „Stolz“, „Wehrhaftigkeit“ und „Fruchtbarkeit“ wurden auf dem Gelände des Kunst-Wasser-Werk-Vereins abgelegt. „Das Holz dieser Hybridpappelstämme ist weich und vielfach geschädigt. Die Natur holt sich die Bäume zurück“, sagt Gabriele Szymanski vom Verein. Deshalb soll jetzt mit mehreren Partnern beraten werden, ob und wie die roten Damen noch gerettet werden können.

Künstler Nando Kallweit indes sucht bereits nach neuen Ideen für den verwaisten Standort. „Ich würde dort gern wieder etwas gestalten“, sagt der Bildhauer. „Über konkrete Projekte werden wir aber erst im nächsten Jahr reden.“

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