Schweriner Welterbebewerbung : Residenz-Ensemble vor der Linse

Dem Welterbe auf der Spur: Die Mitglieder der Fotogruppe des Schweriner Seniorenbüros haben Stätten des Residenz-Ensembles ins rechte Licht gesetzt. Unten eine Auswahl von Bildern, die derzeit im Stadthaus zu sehen sind.
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Dem Welterbe auf der Spur: Die Mitglieder der Fotogruppe des Schweriner Seniorenbüros haben Stätten des Residenz-Ensembles ins rechte Licht gesetzt. Unten eine Auswahl von Bildern, die derzeit im Stadthaus zu sehen sind.

Fotogruppe des Seniorenbüros unterstützt die Welterbe-Bewerbung Schwerins mit eigener Ausstellung im Stadthaus

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24. November 2017, 23:02 Uhr

Die Fensterfront der Alten Artilleriekaserne auf dem Ostorfer Berg, die Register der Friese-Orgel in der Schelfkirche, der Schlossgarten aus der Vogelperspektive – die Mitglieder der Fotogruppe des Schweriner Seniorenbüros haben einen ganz besonderen Blick auf das Residenz-Ensemble. In einer Ausstellung im Stadthaus zeigen sie derzeit auf rund 100 Bildern, was ihnen beim Thema Welterbe wichtig ist.

„Wir wollen unseren Beitrag bei der Bewerbung Schwerins für die Aufnahme in die Unesco-Liste leisten“, sagt die Leiterin der Fotogruppe, Christa Pridöhl. Seit vergangenem Jahr nehme die Gruppe deshalb bei gemeinsamen Wanderungen durch die Stadt nach und nach die mehr als 40 Stätten des Residenz-Ensembles vor die Linse, arbeite eng mit dem Förderverein Welterbe Schwerin zusammen.

„Es ist einfach wunderschön, einen Sonnenaufgang im Schlossgarten zu erleben“, berichtet Harald Schlink. Auch im Winter biete das Areal für jeden Fotografen herrliche Motive. Ja, das Schloss sei natürlich das Zentrum der Welterbe-Bewerbung, erklärt Jürgen Thiesen, ebenfalls Mitglied der Fotogruppe. Aber es lohne sich auch, die anderen Objekte des Residenz-Ensembles ins rechte Licht zu setzen.

Zum Beispiel das Hôtel du Nord in der Schlossstraße. „Ich kannte das Gebäude bis dahin gar nicht“, erzählt Bärbel Schönerstedt, die schon als junge Frau ihre Leidenschaft für die Fotografie entdeckte. Es gäbe viele Stätten des Residenz-Ensembles, an denen auch Schweriner oft ahnungslos vorübergingen, wie etwa
den ehemaligen Großherzoglichen Krankenpferdestall am Großen Moor.

2016 feierte die Fotogruppe des Seniorenbüros ihr 20-jähriges Bestehen. 15 Frauen und Männer zwischen 67 und 87 Jahren sind aktuell bei Wind und Wetter regelmäßig mit der Kamera unterwegs, genießen die Gemeinschaft, tauschen sich über Techniken und Blickwinkel aus, gestalten Ausstellungen.

Insgesamt zwölf Tafeln mit Fotos im Format von 20 mal 30 Zentimetern umfasst die Präsentation zum Welterbe, die auf dem Flur im ersten Stock des Stadthauses zu sehen ist. Und sie wird nicht die letzte Schau zum Residenz-Ensemble sein. „Im nächsten Jahr planen wir eine neue Ausstellung“, sagt Christa Pridöhl. Ihr Wunsch: Die Schweriner Bewerbung sollte noch mehr Schwung aufnehmen.

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