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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 17:11 Uhr

Autocross : Renner mit Marke Eigenbau

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rund 80 Piloten starteten mit selbst gebauten Boliden beim Autocross-Rennen in Goldenstädt

von
erstellt am 01.Jun.2014 | 12:00 Uhr

Mit 14 Jahren hatte Frauke Hünemörder schon hinterm Steuer gesessen. „In der Jugendklasse haben die Autos so um die 50 PS und aufwärts“, sagt sie. Nach dem sie in zwei Jahren „so ziemlich viele Pokale abgeräumt“ hatte, ist sie in diesem Jahr die rechte Hand ihres Vaters. Heiko Hünemörder organisiert das Autocross-Rennen in Goldenstädt. Die etwa 850 Meter lange Sandstrecke ist zweimal im Jahr Austragungsort der WGB-Serie. „WGB steht für Wittenburg, Goldenstädt und Blievenstorf“, sagt er. „Wobei wir nicht mehr in Blievenstorf, sondern aktuell in Tewswoos fahren.“

Immer wieder übertönt Motorenröhren von der Strecke die Sätze. 520 PS habe der stärkste Bolide, der am Wochenende in Goldenstädt an den Start gegangen sei. In fünf Klassen fuhren rund 80 Piloten gegeneinander: in der Jugend-Kategorie, in zwei leistungsgetrennten Front-Antriebsklassen A und B, in der Heckantriebs-Klasse und im Allrad. In vier Vorläufen umrunden die Piloten dreimal die Piste. Das gibt dann Punkte, die über den Start im Finale entscheiden. Dann geht es vier Runden über die Strecke. Wer technisch ausfällt, wird vom Platz geschleppt. „Autocross ist zwar ein Kontaktrennen, aber anders als beim Stockcar ist absichtliches Touchieren verboten“, erklärt Frauke. Wer es trotzdem versucht, riskiert, disqualifiziert zu werden.

Überhaupt wird Sicherheit groß geschrieben. Fällt ein Bolide aus, gehen sofort die gelben Fahnen der Streckenposten hoch. „Achtung Behinderung“ – die Piloten sind vorsichtiger unterwegs. Ausfälle sind häufig. Die Freiwilligen Feuerwehren von Goldenstädt, Rastow, Alt Krenzlin sowie Malliß und Rettungssanitäter begleiten das komplette Rennen.

„An den Autos ist nichts mehr original“, sagt Frauke. „Alles Selbstbauten.“ Die Teams bestünden jeweils aus einem oder mehreren Piloten und Schraubern, die mindestens genauso wichtig seien wie der Fahrer. Technischer Ausfall kann schließlich über Sieg oder Niederlage entscheiden. Mehrere hundert Leute verfolgten das Rennen in Goldenstädt. Wer Lust hat, Rennluft zu schnuppern: Das nächste Rennen der WGP-Serie findet am 2. August in Tewswoss statt. In Goldenstädt starten die Boliden wieder am 30. August.


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