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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 17:16 Uhr

Ausgezeichnet : Renate Voss erhält Köppinger-Preis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landeshauptstadt feiert Deutsche Einheit und würdigt Einsatz für Integration

von
erstellt am 03.Okt.2014 | 22:30 Uhr

Die Landeshauptstadt hat den Tag der Deutschen Einheit gestern mit einem Festakt im Staatstheater gefeiert. In der bewegenden Feierstunde wurde der „Annette-Köppinger-Preis für Integration und Menschlichkeit“ an Renate Voss verliehen. 25 Jahre nach dem Mauerfall sollten in diesem Jahr insbesondere zivilgesellschaftliche Aktivitäten gewürdigt werden, die aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung hervorgegangen sind.

Deshalb hielt Martin Klähn, Mitbegründer des Neuen Forums in Schwerin, die Festrede. „Ich freue mich, dass ich Gelegenheit habe, an die friedliche Revolution zu erinnern und an all jene Menschen, die ihre Angst überwanden, um für Freiheit und Demokratie einzutreten“, sagte Klähn. Er berichtete von der Euphorie des Aufbruchs in Schwerin und den schwierigen Anfängen. „Aber das Durcheinander hat mit gefallen. Es war die Freiheit des Neuanfangs.“

Stadtpräsident Stephan Nolte, der die Ehrung vornahm, begründete das Urteil der Jury: „Renate Voss erhält den Preis für ihr Lebenswerk, das von einem beständigen Einsatz für Integration und Menschlichkeit geprägt ist. In der Wendezeit schloss sich Renate Voss der Bürgerbewegung an. 1991 nahm die von ihr initiierte regionale Arbeitsstelle für Jugendhilfe, Schule und interkulturelle Arbeit RAA die Arbeit auf. Damals arbeitete sie eng mit Annette Köppinger zusammen, der ersten Integrationsbeauftragten der Stadt. Renate Voss war 20 Jahre Stadtvertreterin und leitet nun die „AG 9. November“, die sich dafür einsetzt, dass die Verbrechen des NS-Regimes in Schwerin nicht in Vergessenheit geraten.

Renate Voss nahm die Ehrung tief gerührt entgegen. Sie blicke gern zurück auf die gemeinsame Arbeit mit Annette Köppinger, an das Werben für Toleranz und Respekt bei jungen Leuten. Und sie erinnerte daran, dass auch jetzt auf der Tagesordnung stehe, Menschen zu helfen, die vor Unterdrückung und Terror fliehen.

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