Hubertusjagd : Reiter und Jäger ehren Hubertus

Schlussspurt nach dreistündigen Ritt: Pferde und Reiter zeigen bei der Fuchsjagd am Rande des Hubertuswaldes ihr Können Fotos: Werner Mett
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Schlussspurt nach dreistündigen Ritt: Pferde und Reiter zeigen bei der Fuchsjagd am Rande des Hubertuswaldes ihr Können Fotos: Werner Mett

Hunderte Schaulustige feierten mit den Stralendorfern den Beginn der hebstlichen Jagdsaison

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02. November 2014, 18:46 Uhr

Wenn die Stralendorfer am Wochenende vor dem 3. November, dem Namenstag des Heiligen Hubertus, zu ihrer traditionellen Jagd einladen, strömen Massen zu dem Spektakel. Bei der 45. Auflage ging es sogar an vier Tagen hoch her.

Absoluter Höhepunkte dabei ist der Sonnabend. Jäger und Reiter zieht es dann raus in die Natur. „Dieses Miteinander macht die Stralendorfer Hubertusjagd immer wieder zu einem besonderen Erlebnis“, betont Wilfried Röpert aus Wittenförden, Vizepräsident des Landesjagdverbandes. Die hunderten Schaulustigen auf dem Festplatz am und im Hubertuswald fiebern so erwartungsvoll der doppelten Ankunft entgegen.

Den Anfang machen üblicherweise die Reiter. Drei Stunden lang waren Ross und Reiter, begleitet von Gästen auf einem Dutzend Kutschen und Kremser, unterwegs in der Natur. Der Schlusspunkt vor großem Publikum hatte es dann nochmals in sich. Schließlich wollte jeder Reiter den unter einem Strohballen versteckten „Fuchs“ finden. Frenk Kopplin auf seiner Stute Undine war nicht nur schnell. Der Zülower hatte auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und stieg am richtigen Strohballen ab. „Ich bin schon so viele Jahre dabei, habe die Fuchsjagd jetzt das erste Mal gewonnen“, erzählt der Zülower stolz. Zusätzliche Motivation, die Trophäe zu holen, war der Sieg seines Sohnes Bjarne im Vorjahr. Nun bleibt der Fuchsschwanz ein weiteres Jahr in Zülow.

Anschließend durften die 23 Jäger und 10 Treiber präsentieren, was sie auf ihrer ebenfalls dreistündigen Pirsch erlegt hatten. Ein Wildschwein und zehn Rehe bildeten die Strecke. „Sie spiegelt den Wildbestand der Region wider“, erläutert der erfahrene Jäger Klaus Krafczyk. Denn Schwarzwild ist im Bereich des Hegerings Grambower Moor zumeist nur auf der Durchreise. Der Rehbestand indes ist gut und wird von den Weidmännern gepflegt und auch bejagt. „Und jetzt beginnt die Erntezeit für die Jäger“, betont Röpert.

Traditionell starten um den Hubertustag herum die ersten Drückjagden, um vor dem Winter den Tierbestand auf das für die jeweiligen Region verträgliche Maß zu reduzieren.

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