Schweriner Schätze : Reise in Schwerins prunkvolle Zeit

Im historischen Gewand führt Ingeborg Thomas (l.) Kreuzfahrt-Touristen aus den USA durch das Schlossmuseum.
Im historischen Gewand führt Ingeborg Thomas (l.) Kreuzfahrt-Touristen aus den USA durch das Schlossmuseum.

Das Schlossmuseum lädt ein zum Spaziergang durch die einstige Residenz der Großherzöge

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16. März 2018, 23:01 Uhr

Der Pariser Louvre oder das Guggenheim in New York gehören zu den bekanntesten Museen der Welt. Doch wer eindrucksvolle Sammlungen sehen möchte, wird auch in den Schweriner Museen fündig. Heute: das Schlossmuseum.

Das meistbesuchte Museum von Schwerin ist das im Schloss. Mehr als 170 000 Gäste werden dort alljährlich gezählt. Die einstige Residenz der Herzöge von Mecklenburg beherbergt heute neben dem Landtag auch das Schlossmuseum, das viele repräsentative Räume der Fürstenfamilie der Allgemeinheit zugänglich macht.

„Hier kann man Geschichte wirklich erleben, durch das Bewegen durch die Räume wird Historie greifbar“, sagt Museumsdirektor Ralf Weingart und ergänzt: „Das Schloss spiegelt in markanter Weise Vergangenheit und Gegenwart von 1000 Jahren Machtzentrum des Landes.“ Denn wenn der Besucher den Thronsaal Richtung Schlossgartenflügel verlässt, kann er durch die Verglasung des neuen Plenarsaals direkt in den Landtag blicken.

Das Schlossmuseum selbst hat 35 Räume auf drei Etagen. Das sind die prachtvollen Wohn- und Festsäle, darunter der Thronsaal und die Ahnengalerie. Auch die Bibliothek und weitere Räume auf der Seeseite beeindrucken durch reiches plastisches und malerisches Dekor, ergänzt durch kunstvolle Intarsienfußböden. Zu sehen sind dort neben authentischen Möbeln auch zahlreiche Alltagsgegenstände vom Hofe des Großherzogs Friedrich Franz II., in dessen Regentschaft der Schlossumbau von 1845 bis 1857 vollendet wurde, der dem Wahrzeichen Schwerins sein heutiges Aussehen gab.

Aber auch die Ausstellung selbst ist beeindruckend. Das Museum präsentiert auf allen Etagen kostbare Gemälde und Skulpturen und Kunsthandwerk vor allem aus Schwerins prächtigster Epoche, dem 19. Jahrhundert. Akzente setzt die Porzellanausstellung mit Meißner und KPM-Stücken, die in der unteren Etage angesiedelt ist. Sie umfasst mehr als 3000 Stücke. Weitere Besuchermagneten sind die Silberkammer sowie die umfangreiche Kollektion fürstlicher Jagd- und Prunkwaffen in der Hofdornitz.

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