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Reha-Kliniken locken per Internet Kurgäste nach MV

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Schwerin | Die 63 Reha-Kliniken des Landes gehen neue Wege, um bundesweit für sich zu werben. Auf der unter Federführung der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) betriebenen Website www.reha-verzeichnis.de können sich sowohl Akutkrankenhäuser und Krankenkassen als auch potenzielle Gäste und ihre Angehörigen über Reha-Angebote im Land informieren. Abrufbar sind neben den Diagnosen, auf die sich die Einrichtungen spezialisiert haben, auch deren medizinische Klassifizierungen. "30 Kliniken stellen sich darüber hinaus mit einem erweiterten Profil vor. Darin führen sie unter anderem Ausstattungsmerkmale auf, gehen aber beispielsweise auch darauf ein, ob ein Hund mitgebracht werden darf", erläutert der Geschäftsführer der KGMV, Wolfgang Gagzow. Von großem Interesse seien Angaben darüber, welche Krankenkassen als Kostenträger in Frage kämen - "nicht selten reduziert sich dadurch die Zahl der infrage kommenden Einrichtungen auf einige wenige", weiß Gagzow.

Sich direkt über die Website einen Reha-Platz zu sichern, ist - zumindest derzeit - nicht möglich: "Viele Häuser scheuen sich davor, Konkurrenten derart zu offenbaren, wie ihre Auslastung aussieht", so Gagzow. Durch Verlinkungen sei aber für Interessenten eine direkte Kontaktaufnahme mit der Wunschklinik möglich. Und: Das Portal werde ständig weiterentwickelt, versichert der KGMV-Geschäftsführer. Für ihn vorstellbar seien beispielsweise auch Versionen in englischer, schwedischer oder polnischer Sprache, um auch dort Gäste zu werben. Denn: Die Auslastung der Reha-Kliniken im Land sei insgesamt "gar nicht schlecht und deutlich besser als die der Hotels", so der KGMV-Geschäftsführer. Häuser, die eine Anschlussheilbehandlung anbieten, würden aber sehr viel mehr nachgefragt als Anbieter reiner Präventionskuren.

Besonders häufig würden Reha-Gäste aus Berlin in MV "kuren", ergaben erste Auswertungen der Klicks auf "Reha-VZ". "Anders als erwartet folgten dann nicht Gäste aus Sachsen oder Sachsen-Anhalt, sondern die zweitgrößte Gästegruppe stellt ausgerechnet das Bundesland, das unser größter Konkurrent ist: Schleswig-Holstein", so Gagzow. Auf dem dritten Platz folge das Ruhrgebiet. "Für uns ergeben sich daraus wichtige Rückschlüsse darauf, wo wir Messen besuchen und unsere Werbung bei Ärzten und Krankenhäusern verstärken sollten."

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erstellt am 04.Dez.2011 | 07:52 Uhr

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