Schwerin unter Wasser : Regen flutet Keller des Café Ulrike

So hoch stand das Wasser: Die halbe Nacht arbeitete Norbert Kähler, um den Keller wieder trocken zu legen.
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So hoch stand das Wasser: Die halbe Nacht arbeitete Norbert Kähler, um den Keller wieder trocken zu legen.

Gastwirt Norbert Kähler: Neue Staukammer in der Wittenburger Straße ist zu klein / SAE-Werkleiter Lutz Nieke weist Kritik zurück

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15. Juni 2016, 21:00 Uhr

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Norbert Kähler. 30 Jahre gäbe es das Café Ulrike in der Wittenburger Straße nun. „Und zum ersten Mal stand jetzt unser Keller jetzt unter Wasser“, berichtet der Wirt. Nach dem heftigen Regenschauer am Dienstagnachmittag sei das Malheur passiert, betroffen vor allem der Raum mit den Waschmaschinen: 5000 Liter knöchelhoch. Zuerst hätten ihm Bauarbeiter beim Abpumpen geholfen, dann habe er die Feuerwehr gerufen, so Kähler

Die halbe Nacht schuftete der Gastwirt, um die Kellerräume wieder trocken zu bekommen. Und Kähler hat auch schon die Ursache für die Überflutung ausgemacht. „Die neue Staukammer in der Wittenburger Straße ist zu klein, kann das viele Wasser nicht auffangen.“ Doppelt so groß sei die alte, erst kürzlich ausgetauschte Kammer gewesen. „Früher hatten wir nie Probleme mit dem Regenwasser“, betont der Wirt.

Lutz Nieke, Werkleiter der Schweriner Abwasserentsorgung (SAE), weist die Kritik zurück: „Die neue Staukammer ist groß genug.“ Grund für die Überflutung im Keller des Café Ulrike sei vielmehr eine fehlende Rückstauklappe im Haus gewesen, erklärt Nieke. In der Vergangenheit habe die Gaststätte nicht von der Größe der Staukammer selbst profitiert, sondern von dem Umstand, dass der Anschluss des Lokals direkt in die unterirdische Kammer führte.

Norbert Kähler kennt die technischen Bestimmungen. Eine Klappe nütze ihm aber nicht nichts, sagt der Gastronom. „Ich habe Angst, dass Wasser dann im Falle eines Falles in unseren Gästetoiletten hochgedrückt wird.“ Diese Sorge sei unbegründet, entgegnet SAE-Chef Nieke. In der nächsten Woche hat er einen Vor-Ort-Termin mit Kähler vereinbart. Gemeinsam wollen die Männer nach einer Lösung suchen.

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