Schweriner Innenstadt : Rechte provozieren Flüchtlinge

Auf dem Marienplatz patrouillieren seit Anfang Juli verstärkt Polizisten, die Konfrontationen verhindern sollen.
Auf dem Marienplatz patrouillieren seit Anfang Juli verstärkt Polizisten, die Konfrontationen verhindern sollen.

Polizei: Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ greift junge Zuwanderer an - Staatsschutz ermittelt

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02. August 2016, 17:39 Uhr

Auf dem Marienplatz hat es eine Auseinandersetzung zwischen Rechten und Flüchtlingen gegeben. Nach Angaben der Polizei ging der Streit am Montaggabend gegen 20.20 Uhr von mehreren Männern der Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ (DWS) aus. Sie sollen afghanische und deutsche Jugendliche provoziert haben, die sich auf dem Marienplatz getroffen hätten, um Geburtstag zu feiern. „Einer der Männer, ein polizeibekannter 34-jähriger Schweriner, verkleidete sich zunächst mit einem weißen Bettlaken als Araber, nahm einen Rucksack, näherte sich den feiernden Jugendlichen und warf den Rucksack mit dem Ruf ,Allahu Akbar‘ völlig unvermittelt in die Gruppe, in der zunächst Panik ausbrach. Gleichzeitig wurden die ausländischen Jugendlichen von Personen aus der ,DWS-Gruppierung‘ immer wieder beleidigt“, schildert Polizeisprecherin Isabel Wenzel. Als sich die jungen Zuwanderer daraufhin zur Wehr gesetzt hätten, sei es zu Handgreiflichkeiten und wechselseitigen Beleidigungen gekommen. „Die gesamten Handlungen wurden von ,DWS‘-Angehörigen gefilmt, was ebenfalls zur Eskalation des Konfliktes beitrug“, so Wenzel. Die Polizei habe die Auseinandersetzung beenden können, der Staatsschutz ermittele.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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