Heeresversuchsanstalt Peenemünde : Raubgräber dealen mit Raketenteilen

Im Internet wächst der Handel mit illegal ausgegrabenen Military-Devotionalien aus der früheren Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Raubgräber bieten nahezu alle Originalbauteile der V 1-Flugkörper und V 2-Raketen an.

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24. September 2012, 10:48 Uhr

Peenemünde | Im Internet wächst der Handel mit illegal ausgegrabenen Military-Devotionalien aus der früheren Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Nach Angaben von Beobachtern bieten einheimische und fremde Raubgräber inzwischen nahezu alle Originalbauteile der einst in Peenemünde entwickelten V 1-Flugkörper und V 2-Raketen an.

So ist gegenwärtig über das Auktionshaus eBay ein Steuergerät der V 1 zu ersteigern. Für 1600 Euro wechselte 2010 eine im Küstenwald ausgebuddelte Raketenspitze mit Zündübertragungsladung den Besitzer. Den Deal mit einem weiteren, für 200 Euro angebotenen V 2-Geschoss ließ das Auktionshaus eBay im August nach einem Hinweis von Journalisten wegen verbotenen Handels mit Waffenzubehör sperren. Zu einer flächendeckenden Überwachung des 25 Quadratkilometer großen Areals im Usedomer Inselnorden scheint weder die Polizei noch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt als Eigentümer der Liegenschaft in der Lage zu sein.

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