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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 06:17 Uhr

Sommerbilanz : Raser auf dem Schweriner See

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Wasserschutzpolizei stellt immer mehr Tempo-Sünder. Die Zahl der Einbrüche in Bootsschuppen zurückgegangen

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Die Schweriner Wasserschutzpolizei schlägt Alarm: Immer öfter halten sich Kapitäne von Sportbooten nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. „Von 191 Booten, die wir im Juli und August auf dem Schweriner und dem Plauer See kontrolliert haben, waren 45 schneller als erlaubt“, berichtet der Leiter der Wasserschutzpolizei-Inspektion, Thomas Holz, in einer ersten Sommer-Bilanz. Spitzenreiter: ein Fahrer, der statt der zulässigen 25 Kilometer pro Stunde mit Tempo 75 über das Wasser gebraust ist.

Doch nicht nur Tempo-Sünder machen der Wasserschutzpolizei in ihrem großen Zuständigkeitsbereich mit der Landeshauptstadt, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und Teilen des Landkreises Rostock zu schaffen. Auch alkoholisierte Fahrer gingen den Beamten ins Netz. „Mehr als 1,9 Promille hatte ein Sportbootfahrer, der auf dem Petersdorfer See in Plau überprüft wurde“, sagt Holz. Mit 1,3 Promille seien Hobby-Kapitäne auf dem Ziegelaußensee und dem Schweriner Außensee ertappt worden.

Spektakulärster Fall der Wasserschutzpolizei in diesem Sommer: Vor Bad Kleinen wurden ein 56-jähriger und ein 28-jähriger Mann aus Niedersachsen erwischt, die im Schweriner See nach Waffen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg getaucht waren. „Die Männer haben ihre Unterwasser-Funde mit Leinen markiert und dadurch auch den Schiffsverkehr gefährdet“, schildert Holz.

Einen Badetoten hatte die Schweriner Wasserschutzpolizei in diesem Sommer in ihrem Bereich zu beklagen: Im Kritzower See zwischen Lübz und Plau verunglückte Ende Juli ein 74-jähriger Schwimmer. Gemeinsam mit der DLRG und der Feuerwehr hatten Beamte der Wasserschutzpolizei nach dem Mann gesucht. Um Bootsbesatzungen aus Seenot zu retten, musste die Polizei in dieser Saison aber noch nicht tätig werden. „Uns wurden zwar mehrere Notfälle gemeldet, die sich im Nachhinein jedoch zum Glück nicht bewahrheiteten“, erklärt Holz.

Eine gute Nachricht hat der Schweriner Inspektionsleiter noch: „Durch eine intensive Bestreifung konnte die Zahl der Einbrüche in Bootsschuppen landesweit gegenüber den Vorjahren deutlich gesenkt werden.“ Im Bundesländer-Vergleich habe sich MV dadurch von ganz hinten auf den fünftsichersten Platz vorgearbeitet.

 

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