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Radfahrer-freuden : Radwege um Schwerin werden verknüpft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lückenschluss zwischen Grambow und Wittenförden erfolgt noch in diesem Monat

Ein sinnvoller Lückenschluss im Radwegenetz kann auch abseits der Bundes- oder Landesstraßen erfolgen. Bestes Beispiel dafür sind die noch bis Ende des Monats laufenden Arbeiten an der Kreisstraße zwischen Grambow und Wittenförden. Hier schaffen die beiden Landkreise auf einer Strecke von mehr als drei Kilometern eine sichere Verbindung, die nicht nur für die Einwohner der beiden Gemeinden Bedeutung hat. Da es an der B 104 zwischen der Brüsewitzer Ampelkreuzung und Schwerin noch keinen Radweg gibt, ist die Strecke über Groß Brütz, Grambow und Wittenförden für Pedalritter eine echte Alternative. Denn auch dieser Route fehlte nur noch der im Bau befindliche Radweg.

Der erste Abschnitt davon ist sogar schon fertig: Der Landkreis Ludwigslust-Parchim vollendete Anfang April das Teilstück auf dem Wittenfördener Gebiet. Eine Betonbahn führt jetzt bis an die Waldkante, die zugleich Gemeinde- und Kreisgrenze ist. Mehr als 260 000 Euro hat dieser Teil des Radweges gekostet.

In Nordwestmecklenburg wird noch und zudem auch anders gebaut: Dort wird der Radweg asphaltiert. Besonders aufwändig waren die Arbeiten direkt im Wald. Eine Trasse neben der Kreisstraße musste erst geschaffen werden. Entstanden ist auch eine Ableitung des Regenwassers, allein 31 Einlaufschächte wurden gesetzt. Die Arbeiten am Unterbau sind weitestgehend abgeschlossen. In dieser Woche wurde bereits die Asphalt-Unterschicht des Radweges von Grambow bis zur Waldkante auf der Nordwestseite verlegt. Die Deckschicht kommt kurz vor Fertigstellung Ende Juni. Dann werden auch die kompletten Asphaltierungsarbeiten für den Abschnitt im Wald ausgeführt, erläutert Guido Steinhagen, Oberbauleiter der ausführenden Firma ASA-Bau Mecklenburg. Der Radwege-Abschnitt in Nordwestmecklenburg wird mehr als 650 000 Euro kosten. Beide Landkreise erhalten bei der Umsetzung Hilfe von Land.

In Nordwestmecklenburg wird zudem die Sanierung der maroden Kreisstraße von Grambow bis zur Kreisgrenze angeschoben: Für dieses und fürs nächste Jahr stehen zumindest Planungskosten im Haushalt, einen Termin für den Bau gibt es noch nicht.

Beim Radwegebau rund um Schwerin macht aber auch das Land selbst Tempo: An der B 106 wurde gerade der Radweg zwischen Kirch Stück und Zickhusen fertig (SVZ berichtete). Hier soll es auch in Richtung Norden, gen Ostsee, weitergehen. Der Weiterbau des Radweges an der B 321 von der Pinnower Ampelkreuzung bis zum Crivitzer Waldschlösschen geht ebenfalls in die Schlussphase: Ende Juni wird auch dort der Asphalt aufgetragen, Anfang Juli wird die Strecke für Radler freigegeben. Für den geplanten Lückenschluss bis Crivitz laufen Verhandlungen über den Grunderwerb. Ziel ist der schnellstmögliche Weiterbau.

Ähnlich sieht es an der B 104 zwischen Schwerin-Friedrichsthal und der Brüsewitzer Kreuzung aus. Noch in diesem Jahr sollen die Planungen ausgelegt werden, heißt es aus dem Schweriner Verkehrsministerium. Bei diesem Projekt geht es nicht nur um den Radweg. Der Abzweig von der B 104 nach Herren Steinfeld soll sicherer gemacht werden, er wird ausgebaut.

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erstellt am 04.Jun.2014 | 23:17 Uhr

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