Schweriner Streit geht weiter : Radweg soll Wasser erlebbar machen

An dieser schmalen Stelle soll eine Brücke für Radfahrer von der Krösnitz zum Dwang gebaut werden. Über das Projekt und vor allem den Streckenverlauf diskutieren die Schweriner seit Monaten.
An dieser schmalen Stelle soll eine Brücke für Radfahrer von der Krösnitz zum Dwang gebaut werden. Über das Projekt und vor allem den Streckenverlauf diskutieren die Schweriner seit Monaten.

Wirtschaft und Ortsbeiräte stimmen für die Route am Dwang-Ufer, Anlieger wollen Fläche kaufen

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21. Mai 2017, 08:38 Uhr

Die Stadtvertretung hat sich mehrheitlich für den Bau des Radweges vom Dwang zur Krösnitz ausgesprochen, die ersten Bäume sind bereits gefallen, doch der Streit geht weiter – jetzt um die Trassenführung. „Schwerins Wirtschaft ist daran interessiert, dass der Weg am Ufer des Ostorfer Sees entlang führt und nicht versteckt durch die Gärten. Das Wasser muss erlebbar sein“, so Dehoga-Kreisvorsitzender Matthias Theiner. „Wir brauchen attraktive Radwege, damit wir nicht beim Fahrradtourismus abgehängt werden. Ich spreche nicht nur für den Kreisverband. Auch die Private Marketing-Initiative der Wirtschaft und der Dehoga-Landesverband sehen das so.“

Unterdessen haben sich auch die direkt Betroffenen, die Ortsbeiräte Görries und Ostorf, ausdrücklich für die Linienführung am Ufer, die so genante Variante 1, ausgesprochen. Ebenfalls dafür votierten der Behindertenbeirat, der Umweltausschuss, der Wirtschaftsausschuss. Nur der Bauausschuss hat sich dagegen ausgesprochen.

Eine ganz neue Idee tischte jetzt der Verein Pro Schwerin auf. Bei einem Ortstermin mit der Interessengemeinschaft Dwang hätten die Anlieger angeboten, für sehr viel Geld die städtischen Ufergrundstücke, auf denen der Radweg entlang führen soll, der Stadt abzukaufen. Dies würde der Kommune mehr Geld einbringen, als ihr Eigenanteil an dem gesamten Projekt betrage, schreibt Dr. Ronald Apitz von Pro Schwerin an die Fraktionen der Stadtvertretung. Denn die sollen am Montag über die Trassenführung abstimmen.

Projektleiterin Marlies Bachmann von den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen weist auf die Chancen dieses Infrastrukturprojekts hin. „Wir haben die einmalige Möglichkeit, für den Lückenschluss im Radwegenetz eine bis zu 90-prozentige Förderung zu bekommen. Außerdem gehört zu dem Projektpaket die Sanierung des Radweges am Faulen See und des dortigen Spielplatzes, was die Stadt aus eigener Kraft nie schaffen könnte.“

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