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Race Across America : Radsport-Asse zur Halbzeit Fünfter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stefan Nimke, Daniel Rackwitz, Dennis und Michael Kruse haben die ersten 2500 Kilometer quer durch die USA bereits hinter sich

von
erstellt am 19.Jun.2014 | 21:15 Uhr

Das Abenteuer Amerika verlangt von ihnen alles ab: Dennis und Michael Kruse, Daniel Rackwitz und Stefan Nimke sind im tausendköpfigen Fahrerfeld der härtesten Radtour der Welt über fast 5000 Kilometer von der US-amerikanischen West- bis zur Ostküste dabei – und das Team „Best of Northern Germany“ fährt vorn mit. Wie Katja Grombareck, die Studentin begleitet die Schweriner Mannschaft, gegenüber unserer Redaktion versicherte, hätten die Jungs sogar erklärt, dass „noch mehr drin“ sei.

Die Informationen aus den USA fließen allerdings nur spärlich in die Heimat. Zum einen hat das Begleit-Team jede Menge mit der Tour zu tun. „Drei Fahrzeuge müssen rund um die Uhr von sechs Fahrern bewegt, sowie Sportler versorgt, Wäsche gewaschen, Material repariert oder auch Fotos geschossen werden. Da bleiben gerade einmal hier und da ein paar Stündchen Schlaf, durchschnittlich vier bis fünf, für alle“, berichtet Katja Grombareck. Zum anderen gab es kaum Internet. Doch nach der Hälfte der Strecke hat es geklappt. Die vier Schweriner, die als erstes MV-Team am Race Across America teilnehmen, liegen auf Platz fünf und sind das zweitbestplatzierte deutsche Team. Auf den ersten zehn Plätzen fuhren gestern neben den beiden deutschen Mannschaften (3. und 5.) je ein Quartett aus Tschechien (10.) und der Schweiz (7.). Alle anderen Plätze halten derzeit US-Teams.

Auch die Schweriner kämpfen derzeit schon an ihren Grenzen. Die große Anstrengung und der akute Schlafmangel fordern ihren Tribut. Seit Beginn des Rennens wechseln sich die Zweier-Teams Daniel Rackwitz und Stefan Nimke sowie Dennis und Michael Kruse alle vier bis fünf Stunden ab. Wer gerade nicht selbst in die Pedalen tritt, duscht, isst, trinkt oder schläft – und das alles in einem der drei angemieteten Begleitfahrzeuge. Dass das nicht ohne Spuren bleibt, ist klar: Katja Grombareck berichtet gegenüber SVZ von „wunder Haut durch die Reibung der Trikots, verkrampften Füßen und Waden, schmerzenden Knien und Nacken“. Physiotherapeutin Vivi Kruse habe alle Hände voll zu tun. „Trotzdem ist die Stimmung im Team gut, jeder hilft, wo er kann und nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich die Crew eingespielt“, berichtet Katja Grombareck.

Vor allem die Fahrerwechsel klappten anfangs nicht reibungslos. Die Vorschriften besagen, dass bis auf die gemeinsame Startphase und den Zieleinlauf mindestens immer ein Fahrer unterwegs sein muss. „Speziell in der Nacht und auf gefährlichen Strecken ist das Begleitfahrzeug verpflichtet, immer hinter dem Radfahrer zu bleiben, so dass hier ein Stopp erzwungen und ein fliegender Wechsel unmöglich wird.“ Inzwischen seien aber viele Abläufe schon zur Routine geworden. Und der feste Vorsatz steht trotz Temperaturstürzen und Kraftanstrengungen: Nach weniger als sieben Tagen wollen die Schweriner morgen ins Ziel rollen.

 

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