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Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 13:22 Uhr

Meinung : Radlerunfreundliche Stadt?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Streit um Drahtesel-Parkplätze auf dem Marienplatz erregt die Gemüter: SVZ-Leser fordern Toleranz

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Der SVZ-Bericht über chaotisch abgestellte Fahrräder auf dem Marienplatz erregt die Gemüter. Während einige Schweriner die überall angeketteten Drahtesel als Zumutung und Behinderung empfinden, plädieren andere für Toleranz. Zugleich werden Forderungen laut, gänzlich neue Wege zu gehen, zum Beispiel Fahrradparkplätze in den großen Parkhäusern zu schaffen. Schon jetzt kristalliesiert sich aber heraus, dass die derzeitige Situation unbefriedigend ist und die Suche nach Alternativen beginnen muss.

„Ich mag nicht immer zu Fuß in die Stadt gehen, Bahn ist mir zu teuer und Auto für die Kurzstrecke sinnlos. Deshalb nehme ich gern das Rad“, so SVZ-Leserin Manuela Lenzky. „Aber dass die Räder bis zum Bahn- oder Busausstieg stehen, ist mächtig übertrieben. Meinetwegen können die Räder auch in zweiten oder dritten Reihe stehen, in Holland beschwert sich auch niemand darüber.“

Wie schwierig es ist, das Rad im Stadtzentrum ordentlich abzustellen, beschreibt Almut Hauschild: „Ich habe vergeblich einen freien Platz an den Abstellbügeln gesucht und war gezwungen, in fünfter Reihe zu parken. Der Abstellplatz direkt neben den Bäumen ist einfach viel zu klein. Eine Fahrrad freundliche Stadt fängt in den Köpfen an“, betont sie.

Volker Schulz, der Vorsitzender ADFC-Regionalgruppe Schwerin, beschreibt die Situation so: „Fahrräder sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Es werden immer mehr. Allerdings sind Abstellmöglichkeiten objektiv begrenzt. Was also könnte zur Entschärfung der Situation auf dem Marienplatz beitragen? Hier sollte man sich fragen, wer stellt dort sein Fahrrad wann, für wie lange ab. Die Einkäufer und Touristen sicher nur für kurze Zeit. Also sind es auch die Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte und Einrichtungen,, weil sie in ihren Betrieben keine Abstellmöglichkeit haben. Es wäre also ein Ansatz, die Center, zu sensibilisieren, Fahrradabstellmöglichkeiten zu schaffen.“

Was meinen Sie, liebe Leser? Ist das die Lösung?


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