Diskussionsrunde : Radler setzen auf mehr Rücksicht

Diskutierten über den Radverkehr: Jenny Schwabe, Anke Wedlich, Dr. Hagen Brauer, Lothar Matzkeit, Volker Schulz, Malte Burwitz, Timo Weber und Dr. Bernd-Rolf Smerdka (v.l.).
Diskutierten über den Radverkehr: Jenny Schwabe, Anke Wedlich, Dr. Hagen Brauer, Lothar Matzkeit, Volker Schulz, Malte Burwitz, Timo Weber und Dr. Bernd-Rolf Smerdka (v.l.).

Schweriner ADFC-Gruppe startete mit Diskussionsrunde im Rathaus die Aktion „Fair im Stadtverkehr“

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17. Juni 2015, 23:56 Uhr

„Die Straßen in der Schweriner Innenstadt sind ursprünglich nicht für Autos gebaut worden, sondern für Fußgänger und Pferdefuhrwerke. Insofern freue ich mich über jeden Verkehrsteilnehmer, der zum Beispiel mit dem Fahrrad in die City kommt.“ Verkehrsausschuss-Vorsitzender Dr. Hagen Brauer brachte das Verkehrsproblem im Zentrum der Landeshauptstadt auf den Punkt, brach zugleich eine Lanze für die Radler, deren Anteil am Individualverkehr derzeit gerade mal zwölf Prozent betrage.

Mit einer Diskussion im Rathaus, moderiert von SVZ-Lokalchef Timo Weber, startete die Schweriner Regionalgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gestern Abend eine Kampagne, die unter Motto „Fair im Stadtverkehr“ für mehr Rücksicht wirbt. „Wir wollen das Bewusstsein für ein Miteinander auf den Straßen schaffen“, sagte der Vorsitzende der ADFC-Gruppe, Volker Schulz.

36 Unfälle mit Radfahrern habe es in den ersten vier Monaten des Jahres in der der Landeshauptstadt gegeben, berichtete Anke Wedlich von der Schweriner Polizeiinspektion. Ihre Kollegin Jenny Schwabe hob die Anstrengungen hervor, die die Polizei unternehme, um gerade Kindern ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln. Dass es bei vielen Verkehrsteilnehmern durchaus noch Nachholbedarf in Sachen Regelkatalog und Rücksichtnahme gäbe, betonte Lothar Matzkeit, Abteilungsleiter beim Schweriner Nahverkehr. Ein Wunsch von ihm: In der Wismarschen und der Goethestraße sollten Radfahrer den Bussen und Bahnen nicht im Weg sein. Auf ein generelles Problem wies Rechtsanwalt und Verkehrsexperte Malte Burwitz hin: „Es ist auch für Radler unbedingt wichtig anzeigen, wohin sie fahren wollen.“

Die Verwaltung habe in den zurückliegenden Jahren die Situation für Radfahrer an vielen Stellen in der Stadt verbessert, unterstrich der Leiter des zuständigen Amtes für Verkehrsmanagement, Dr. Bernd-Rolf Smerdka, nannte beispielhaft die Veränderungen in der Robert-Beltz- und der Neumühler Straße. Dabei zeigte er sich auch offen für Vorschläge, die von Zuhörern der Podiumsdiskussion kamen, wie etwa als Alternative zur Mecklenburgstraße einen Radweg durch die Bischof- und Buschstraße einzurichten.

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