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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 23:32 Uhr

Unterricht mit Livemusik : Radio bekommt ein Gesicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

NDR-Jugendsender N-Joy stellt sich und Medienberufe am Stralendorfer Schulzentrum vor

svz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Livemusik nicht vom, sondern von Tonbandgerät brachte gestern Stimmung ans gymnasialen Schulzentrums Stralendorf. Die Gitarristinnen Isa und Sophia Poppensieker, Schlagzeuger Jakob Sudau und Sänger Ole Sprecht nennen sich Tonbandgerät. Und die Vier rockten die Sporthalle mit handgemachter Musik.

Knapp 500 Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen vier bis zwölf gingen begeistert mit. „Das war ein toller Auftakt für die Schoolrock-Tour von N-Joy “, freut sich Sophia Poppensieker. Bereits im vorigen Jahr waren die Hamburger Nachwuchsmusiker mit Wurzeln in Schleswig-Holstein mit dem Jugendsender von NDR unterwegs. N-Joy will sich im gesamten Norden zeigen, Rundfunk nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Anfassen bieten. Und dem Radio ein Gesicht geben.

Das konkrete Gesicht in diesem Fall gehört zu Christian Fremy. Der 39-Jährige ist Moderator im Tagesprogramm von N-Joy, arbeitet redaktionell für den NDR und moderiert auch bei Großveranstaltungen. Deshalb ist der Radiomacher genau der richtige Mann für die Schoolrock-Tour. Fremy nimmt die Schüler mit – auch hinter die Kulissen. Was für Nachrichtenformate gibt es? Wie entsteht eine unabhängige Berichterstattung? Und warum ist es so wichtig, dass es diese gibt? Diese Fragen wurden in großer Runde erörtert. Und mehr noch:
N-Joy stellte sich und den gesamten NDR als Ausbildungsbetrieb vor – für Jobs vor und hinter der Kamera bzw. dem Mikrofon.

Seit 2004 gibt es diese Schoolrock-Tour, berichtet Frank Probst vom NDR. An zehn Schulen zwischen Ems und Oder machen die Rundfunkleute in den nächsten Wochen Station. Zum Auftakt ging es dieses Mal nach MV, nach Stralendorf. Die jeweilige Schule muss für solch einen Auftritt groß genug und auch technisch ausgerüstet sein. „Und ganz wichtig: Die Lehrer vor Ort müssen mitziehen“, betont Probst. Auch da erwies sich Stralendorf als richtig guter Griff, so der Mann vom NDR weiter. Ein Kompliment, das Schulleiter Thilo Kreimer zwar gern hörte, aber bescheiden beiseite schob. „Schule ist doch nicht nur Lernort, sondern auch Erlebnisort. Wenn wir da so eine Veranstaltung anbieten dürfen, müssen wir zugreifen“, betont der Schulleiter. Außerdem sei das Berufsorientierung, die gehöre an die Schulen und dann auch möglichst früh. Deshalb wurde der Unterricht für knapp 500 der mehr als 620 Schüler gestern Vormittag in die Sporthalle verlegt. Nur die Erst- bis Drittklässler büffelten zeitgleich „normalen“ Stoff.

Die größeren Schüler erlebten dafür eine tolle Musikstunde mit Tonbandgerät. Diese Band werde ihren Weg machen, sind sich die NDR-Leute einig. „Auf die Schoolrock-Tour nehmen wir immer nur Bands mit viel Potenzial mit“, betont Probst. So haben sich hier schon Silbermond und Juli präsentiert, bevor sie die deutschen Hitlisten stürmten.

Auch der nächste große Auftritt für Tonbandgerät steht schon fest. Die Band geht am 20. September beim Bundesvision Song Contest für Schleswig-Holstein ins Rennen. Ob dann auch die frisch gewonnenen Fans aus Stralendorf für die Nordlichter stimmen, ließen die Schüler offen. Schließlich tritt für Mecklenburg-Vorpommern mit dem Rapper Marteria ein starker Musiker für das eigene Bundesland an.

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