zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 10:49 Uhr

Radweg-Projekt : Radeln vom Aubach zur Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwölf Gemeinden und zwei Leader-Regionen schildern neue Wanderrouten über Ämtergrenzen hinweg aus

von
erstellt am 22.Dez.2014 | 21:45 Uhr

Schilder und Info-Tafeln für die Radfahrer stehen. Das Projekt „Touristische Erschließung der Region zwischen Schweriner See und Ostsee“ ist abgeschlossen. „So richtig durchstarten wollen und können wir erst im Frühjahr“, betont Bad Kleines Alt-Bürgermeister Hans Kreher. „Dann wollen wir mit Vereinen geführte Radwandertouren organisieren.“ Ihr Ziel haben die Bad Kleinener erreicht: mehr Angebote für einen aktiven Tourismus schaffen und dabei nicht nur über die Gemeinde-, sondern ganz bewusst auch über die Ämtergrenzen gehen. Schließlich ist Bad Kleinen der Knotenpunkt am Nordufer des Schweriner Sees und Ausgangspunkt für Ausflüge aller Art in Richtung Ostseeküste. „Bei den Radwegen gab es bislang nur die ausgeschilderte Route um den Außensee, eine Verbindung in Richtung Wismar und eine Quertour von Neukloster nach Grevesmühlen“, blickt Geertje Schumann zurück. In ihren Händen laufen in Bad Kleinen in Sachen Tourismus alle Fäden zusammen. Und die Anfang der 1990er-Jahre aufgestellten Schilder waren nicht nur verwittert und überschmiert, jede Gemeinde hatte unterschiedliche Tafeln. In Bad Kleinen entstand daher die Idee, in der gesamten Region einheitliche Schilder nebst Erläuterungstafeln zu wichtigen historischen Punkten aufzustellen an Rad- und Wanderwegen – in einheitlichem Design. Beim Tourismusverein Schweriner Seenland liefen die Bad Kleinener damit offene Türen ein. Und auch die Leader-Arbeitsgruppen Westmecklenburgische Ostseeküste und Schaalseeregion machten mit. Dank der war es letztlich möglich, an EU-Fördergeld zu kommen. Denn am erweiterten und neu geknüpften Netz von Wander- und Radwegen wurden 276 Hinweisschilder, 23 Infotafeln zum Netz sowie 13 thematische Schautafeln aufgestellt. Die Radrouten betragen zusammen 100 Kilometer, hinzu kommen 50 Kilometer Wanderwege. „Das sind keine neuen Strecken“, betont Schumann. „Wir haben die vorhandenen Straßen und Wege zu Erholungsrouten zusammengefasst.“ Die führen letztlich über das Gebiet von zwölf Gemeinden, die zu den beiden Leader-Regionen gehören. Mit Lübstorf, Zickhusen, Alt Meteln und Klein Trebbow sind vier Kommunen aus dem Amt Lützow-Lübstorf und somit aus der Leader-Region Schaalsee mit im Boot. Gemeinsam wurden knapp 64  000 Euro für das neue Informationssystem ausgegeben. Zwei Drittel der Kosten kamen aus Leader-Fördertöpfen, ein Drittel zahlen die zwölf beteiligten Gemeinden.

„Dieses Mal hat es leider nicht geklappt, auch Gemeinden vom Ostufer des Schweriner Sees einzubeziehen“, bedauert Brigitte Bullerjahn vom Tourismusverein Seenland. „Aber auch da haben wir viele Mitglieder und gute Kontakte.“ Wünschenswert wäre es aus ihrer Sicht, dass auch dort die Rad- und Wanderrouten mit der gleichen Symbolik aufgestellt werden.

Noch wichtiger ist aus Sicht aller Beteiligten, dass nicht nur an der Ausschilderung, sondern an den Wegstrecken selbst etwas passiert. Gerade der Lückenschluss zwischen Ost- und Nordufer am Außensee wäre eine sinnvolle Ergänzung. Für einen anderen Lückenschluss gibt es immerhin eine Zusage des Landes: An der B 106 soll auch zwischen Zickhusen und Groß Stieten ein straßenbegleitender Radweg entstehen. Dann könnte dort von Schwerin bis zur Ostsee auf kurzer Strecke durchgeradelt werden. „Die Zusage liegt vor, es gibt aber noch keine Planung und keinen Termin“, betont Eckhard Rohde, der Leitende Verwaltungsbeamte im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen