zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 17:48 Uhr

Spendentour : Radeln für eine Herzenssache

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Teilnehmer der Bäder- und Rehatour 2014 machen auf der Fahrt von Münster nach Berlin Station an der AHG-Klinik Schweriner See

svz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Etwas aus der Puste, aber gut gelaunt – so radeln die 18 Frauen und Männer den kleinen Berg in Lübstorf zur AHG-Klinik Schweriner See herunter. Ihre einheitliche Rad-Kleidung lässt vermuten: Diese Truppe ist organisiert. Das ist sie in der Tat, denn die Zweiradfahrer sind im Zuge der Bäder- und Rehatour auf einer neuntägigen Reise. Ihr Ausgangspunkt: Münster. Ihr Ziel: Berlin. Ihre Mission: Spenden sammeln für die Vereine „Herzkranke Kinder“ und den „Förderverein Krebsberatung Münsterland“. Und die Teilnehmer, die mit der Rehabilitation verbunden sind und in ihrer Freizeit für diesen guten Zweck werben, wollen verdeutlichen, wie wichtig Reha-Maßnahmen sind. Jährlich erfahren etwa eine Million Menschen, dass ihr Körper den Belastungen am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen sind. „Dank einer Rehabilitationsleistung steigen ihre Chancen auf einen erfolgreichen Neustart erheblich“, sagt Ludger Peschkes, Geschäftsführer des Berufsförderungswerkes Dortmund. Gemeinsam mit Thomas Keck, dem Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung, hat er diese Tour initiiert. Die Beiden selber treten in die Pedale und haben sich am vergangenen Freitag mit auf die insgesamt rund 850 Kilometer lange Strecke gemacht. Bad Oeynhausen, Bookholzberg, Schneverdingen, Lübeck. Das waren die ersten vier Etappenziele. Zwei platte Reifen, ein Sturz ohne schlimme Folgen und eine zermürbende Schotterstrecke zwischendurch – die Reise der sportlichen Truppe verlief bisher ohne große Überraschungen.

Kaffee, Kuchen und kalte Getränke. Der Tross wird auf dem Gelände der AHG Klinik erstversorgt mit dem, was ein Körper nach einer rund fünfeinhalbstündigen Fahrtzeit über eine Distanz von 90 Kilometern ganz gut gebrauchen kann. Klinik-Chefarzt Dr. Thomas Fischer, Geschäftsbereichsleitern Ilona Michels und AHG-Verwaltungsdirektorin Birgit Richter empfangen die Radler. 29 Jahre ist die jüngste Teilnehmerin, 67 Jahre der älteste Fahrer. „Diese Etappe hat gut geklappt und war nicht so anstrengend“, sagt Ludger Peschkes. Die 150 Kilometer von Schneverdingen nach Lübeck tags zuvor, die seien schon eher in den Beinen zu spüren gewesen, so Peschkes. Doch jetzt wird erst einmal ausgeruht, die Nacht in einem Hotel am Ziegelaußensee verbracht, bevor es dann auf die nächsten Etappen Waren, Lindow, Bernau und Erkner geht. Am 6. September trifft die Gruppe von der so genannten Nord-Tour am Brandenburger Tor in Berlin auf die Süd-Gruppe, die sich von Bad Reichenhall aus auf den Weg in die Hauptstadt gemacht hat.

„Wir rechnen damit, dass wir rund 5000 bis 10 000 Euro an Spendengelder zusammenbekommen“, sagt Ludger Peschkes. Bereits im Vorfeld seien Sponsoren angesprochen worden.

Bis Berlin müssen noch einige Kilometer gefahren werden. Aber über die Hälfte der Strecke, die hat die Truppe schon geschafft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen