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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 20:19 Uhr

WM in Brasilien : Public Viewing auf Freilichtbühne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lübtheener Firma Music Eggert zeigt Spiele der deutschen Nationalmannschaft live – Eintrittskarte gilt als Rückfahrkarte für Bus und Bahn

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Es war zur Fußball-Europameisterschaft 2012 ein großes Risiko. Doch Eventmanager Sebastian Eggert scheint es gemeistert zu haben. Gemeinsam mit Vater Rolf war das Lübtheener Unternehmen 2012 neuer Veranstalter des „Public Viewing“ auf der Freilichtbühne – und macht jetzt zur Weltmeisterschaft in Brasilien weiter. Los geht es am Montag, 16. Juni, um 18 Uhr mit dem Spiel unserer Nationalmannschaft gegen Portugal. Bereits fest gebucht sind auch die Übertragungen der Spiele gegen Ghana am Sonnabend, 21. Juni, von 21 Uhr an und gegen die USA am Donnerstag, 26. Juni. Anpfiff ist da um 18 Uhr. Für den Eintrittspreis von fünf Euro gibt es wieder zusätzliche Angebote vor Ort, wie schon bei der EM. Außerdem gilt die Karte nach dem jeweiligen Spiel als Fahrschein für die Heimfahrt mit dem Schweriner Nahverkehr.

Sicherlich werden auch viele Gastronomen wieder die WM-Spiele live zeigen wollen. Doch einfach eine Leinwand in den Biergarten zu hängen – so geht es nicht. Denn es gibt sogar eine bundeseinheitliche „Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien für die Fußball-WM 2014“. „Grund für diese Sonderverordnung ist die Forderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes nach nächtlicher Ruhe ab 22 Uhr. Doch die Fußballspiele in Brasilien beginnen wegen der Zeitverschiebung zum Teil erst um diese Zeit oder noch später. Das kann zu Konflikten mit den geltenden Lärmschutzanforderungen für die Nachtstunden führen“, so Bauamtsleiter Dr. Günther Reinkober. Da es sich bei der Fußballweltmeisterschaft um eine internationale Sportveranstaltung von herausragender Bedeutung handelt, wurden Ausnahmeregelungen geschaffen, um das öffentliche Interesse an den Fernsehübertragungen und einen Mindestschutz betroffener Anwohner in Einklang zu bringen.

Diese Ausnahmen gelten aber nicht für alle Übertragungen, die unter freiem Himmel stattfinden. Deshalb müssen Public-Viewing-Veranstaltungen nach 22 Uhr generell genehmigt werden. Ein Antrag ist beim Amt für Stadtentwicklung zu stellen. Mit der Genehmigung erhalten sie je nach Lage der Einrichtung die Bestätigung, Public Viewing am Freitag, Sonnabend und insbesondere bei Deutschland-Spielen bis 24 Uhr durchzuführen.

Dennoch ist zu beachten, dass die Sonderverordnung der Bundesregierung nur für öffentliche Fernsehdarbietungen im Freien gilt, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind wie zum Beispiel auf Freilichtbühnen, Festplätzen, Sportplätzen und Marktplätzen. Gaststätten mit Außengastronomie z.B. in kleinen Innenhöfen können die Ausnahmeregelungen nach 22 Uhr ebenso wenig in Anspruch nehmen wie private Zuschauergemeinschaften.

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