Warsow : Professor Bombeck hilft

Er gibt Nachhilfe bei der Vereinsgründung: der Rostocker Henning Bombeck.
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Er gibt Nachhilfe bei der Vereinsgründung: der Rostocker Henning Bombeck.

Warsow will einen Dorfverein gründen und lässt sich dabei von der „Schule der Landentwicklung“ beraten

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22. März 2018, 08:00 Uhr

Mission erfüllt. Der Turmraum der Kirche in Warsow ist saniert. Ein „Turmraum für alle“ soll es werden. So hatten es Kirche und Gemeinde während der Bauphase immer wieder betont. Nun, kaum fertig gestellt, könnte der Turmraum ein neues Stück Dorfgeschichte schreiben – als Geburtsstätte des ersten Gemeindevereins. Warsower und Kothendorfer hatten hier zusammen gesessen, um sich von Professor Dr. Henning Bombeck das Einmaleins der Vereinsgründung erklären zu lassen. Die Idee für den Verein kommt aus der Gemeinde. „Wir hatten schon im letzten Jahr in der Schule der Landentwicklung diskutiert, wie wir das Miteinander im Dorf fördern können“, sagt Detlef Ellenberg aus Warsow. Ein Verein habe gleich mehrere Vorteile. „Wir könnten die kulturellen Angebote besser koordinieren“, so Ellenberg. „Und es gebe einen festen und förderfähigen Ansprechpartner in der Gemeinde.“ Ellenberg versteht den neuen Verein vor allem auch als Brückenbauer zwischen den Ortsteilen, die allein schon wegen der räumlichen Entfernung bisher meist unter sich geblieben seien.

Professor Bombeck unterstützt die Vereinsgründung gern. „Eigentlich sind Vereine ja total out“, sagt er. „Immer weniger Menschen wollen sich binden, Beiträge zahlen und sich zu irgendwas verpflichten lassen.“ Um so erfreulicher sei es, wenn die Motivation für solche Projekte aus der Gemeinde selbst komme. „Wir Dozenten können nur Anstöße geben und über notwendige organisatorische Schritte informieren.“ Am Ende aber liegt es an den Menschen vor Ort. „Wenn die sich nicht begeistern lassen und mitziehen, führt das zu nichts.“ Warsow, so Bombeck, sei auf einem guten Weg. Zu dem Treffen im Turmraum waren dutzende Einwohner beider Ortsteile gekommen. Noch am selben Abend hatte sich eine Arbeitsgruppe zusammengefunden, die nun die Satzung erarbeiten wird. Bürgermeisterin Gisela Buller hofft, dass alle engagiert dabei bleiben. „Es wäre eine gute Chance, mehr Einwohner ins Dorfleben einzubeziehen.“ Das Potenzial jedenfalls sei da, meint auch Renate Lambrecht. Schließlich habe Warsow im vergangenen Jahr den kreisweiten Wettbewerb um die kinder- und jugendfreundlichste Gemeinde gewonnen und erfolgreich im Seniorenwettbewerb des Landes abgeschnitten. „Der neue Gemeindeverein könnte helfen, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen“, sagt sie. „Wir sollten zügig damit anfangen.“

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