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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 02:37 Uhr

Wohnen in Schwerin : Pro Schwerin lobt Bebauung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Experten einig: Öffentliche Kritik an den Waisengärten nicht gerechtfertigt – die lange abgestimmte Planung wird korrekt umgesetzt

von
erstellt am 02.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Es geht voran in den Waisengärten: Robert Erdmann, Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft LGE, rechnet damit, in diesem Jahr die letzten noch freien Grundstücke zu verkaufen. „Dann könnte Ende 2020 das Bauvorhaben abgeschlossen sein“, so der Geschäftsführer.

Doch in der Öffentlichkeit gibt es immer wieder Kritik an der gestalterischen Umsetzung der Bebauung. „Wozu haben wir denn einen Gestaltungsbeirat, wenn der doch alles durchgehen lässt?“ So kritisierte Silvio Horn, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger unlängst potenzielle Verstöße gegen Bebauungspläne. Ähnlich sehen das einige Investoren, die bereits in den Waisengärten gebaut haben (SVZ berichtete).

Der Gestaltungsbeirat für die Waisengärten sollte ursprünglich mit externen Fachleuten besetzt werden. Im dreiköpfigen Gremium sitzen Robert Erdmann, die Berliner Architektin Julia Tophof und Andreas Thiele, Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Wirtschaft in der Stadtverwaltung.

Gegen die Kritik an der Arbeit des Gestaltungsbeirates stellt sich jetzt der Verein Pro Schwerin. Dessen Arbeitsgruppe Stadtbild und Stadtentwicklung hat Architekten, Stadtplaner und Vertreter der LGE zu einer offenen Gesprächsrunde eingeladen, um über die Waisengärten und die Umsetzung der Planungsgrundlagen zur reden.

Eine Visualisierung des Architekten und Stadtplaners Michael Schnell unter Darstellung der bereits realisierten Projekte verdeutliche, dass dem ursprünglichen Masterplan gefolgt wird, so das Fazit der Pro-Schwerin-Mitglieder. Dazu lasse sich der Kommentar des am Entwurf beteiligten Jens-Peter Kasbohm in wenige Worte fassen. „Gibt es auch hier und da Änderungen in der Gebäudestruktur, so sind doch die wesentlichen Bestandteile des Entwurfs wiederzufinden.“ Von Einhaltung der Wegebeziehungen, der Blickachsen, der Gebäudefronten, einer weit geöffneten Magistrale mit viel Grün sowie einer Nutzungsvielfalt der Flächen mit wechselnder Architektur war da die Rede.

Die in die öffentliche Kritik geratenen Bauplanungen eines Berliner Investors (SVZ berichtete), der höher als in der Planung vorgesehen bauen wollte, würden sich gegenwärtig „in der Überarbeitung befinden“, wie Baudezernent Bernd Nottebaum und LGE-Geschäftsführer Robert Erdmann sagten.

Für Pro Schwerin steht fest: Wenn 2020 das neue Wohngebiet Waisengärten fertig ist, „werden sich die Kritiker eines Besseren belehren lassen und mit uns die Einsicht erlangen, dass Schwerin seinem Ziel ,Wohnen am Wasser‘ in hoher städtebaulicher Qualität ein großes Stück näher gekommen ist“, so die Vereinsmitglieder Gabriele Szymanski und Stefan Hill.

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