Schweriner Literaturtage : Preisträgerin eröffnet Literaturtage

Auftaktlesung mit Natascha Wodin am 4. Oktober – 30 weitere Autoren folgen bis zur Gemeinschaftsaktion „Eine Straße liest“

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29. September 2017, 05:00 Uhr

Das Konzept hat sich bewährt, sagt Martina Krüger vom städtischen Kulturbüro: „Mit den Schweriner Literaturtagen, die nächste Woche starten, holen wir bekannte Autoren in die Stadt und stellen junge Talente vor.“ Nach der Auftaktlesung mit Natascha Wodin am 4. Oktober folgen 30 weitere Autoren bis zur Gemeinschaftsaktion „Eine Straße liest“, mit der am 11. November die Veranstaltungsreihe beendet wird.

Die frühzeitige Einladung von Natascha Wodin sei ein Glücksgriff gewesen, sagt Krüger, denn die Autorin wurde in diesem Jahr mit dem Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und sei jetzt schwer zu buchen. Sie wird am 4. Oktober um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek aus ihrem Roman „Sie kam aus Mariupol“ lesen. „Es ist ein spannendes Stück Zeitgeschichte über die großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, festgemacht am Schicksal der eigenen Familie, ein fesselnder Roman, der sich nur schwer aus der Hand legen lässt“, sagt Martina Krüger.

Die Literaturtage bringen auch wieder bekannte Gesichter nach Schwerin. So liest Anne Siegel, die vor zwei Jahren mit ihrem Island-Roman zu Gast war, jetzt am 6. Oktober aus „Señora Gerta – Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste“. Bei dieser Lesung gibt es eine Premiere: Für Menschen mit Hörbehinderungen wird sie mit Gebärdensprache begleitet.

Stark vertreten ist die einheimische Fraktion. Katrin Sobotha-Heidelk liest am 26. Oktober aus „Einstieg am Viktoriaplatz“, Christiane Baumann stellt am 4. November „Die Tote im Pfaffenteich“ vor. Die aus Lübz stammende Autorin Kerstin Preiswuß liest am 6. November aus dem Roman „nach Onkalo“, mit dem sie es in diesem Jahr auf die Longlist des deutschen Buchpreises geschafft hat. Eine unterhaltsame Facette steuern Jürgen Seidel und Ekke Hahn am 5. November mit „Happy Birthday, Herr Doktor“ bei – im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs. Premiere als Leseort der Literaturtage hat die Landesbibliothek. Dort wird Anja Schindler am 25. Oktober ein historisches Thema am eigenen Schicksal beleuchten: Sie geht an den Ort ihrer Geburt in Kasachstan zurück, wohin ihre Eltern von Stalin verbannt waren.

Das komplette Programm mit kurzen Erläuterungen und Angaben zu den Veranstaltungsorten ist in einer kleinen Broschüre zu finden, die im Kultur-Informations-Zentrum, der Tourist-Info am Markt und in Bibliotheken und Buchläden ausliegt.

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