zur Navigation springen

Missbrauch in Schwerin : Power for Kids: Fachbeirat soll helfen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jugendhilfeausschuss will rasch Handlungsprogramm beschließen

von
erstellt am 06.Apr.2016 | 23:45 Uhr

Der wegen der Kindesmissbrauchsfälle seines langjährigen Vorsitzenden Peter B. in der Kritik stehende Verein Power for Kids wird fachliche Hilfe bekommen. Der Jugendhilfeausschuss benannte gestern Abend Regina Dorfmann vom Stadtjugendring für den neu einzusetzenden Beirat, der den Verein bei der Neustrukturierung beraten soll. Seitens der Verwaltung wird Sozialdezernent Andreas Ruhl in dem Gremium mitarbeiten, vom Trägerverbund III der Jugendarbeit ist Matthias Glüer entsandt. „Es geht darum, fachliche Unterstützung möglichst rasch auf den Weg zu bringen“, betonten Ausschussvorsitzender Peter Brill und Sozialarbeiter Matthias Glüer.

Zudem soll es eine Zielvereinbarung mit dem Verein geben. Wie Ruhl berichtete, wurde sie entsprechend der Hinweise des Jugendhilfeausschusses von der Verwaltung präzisiert und kann in den nächsten Tagen dem Verein Power for Kids vorgelegt werden. So soll der bei Kindern und Jugendlichen beliebte Treff in dem sozialen Brennpunktgebiet erhalten, aber Sicherheiten geschaffen werden, die Missbrauchsfälle verhindern.

Ruhl stellte dem Ausschuss zudem die Eckpunkte des Handlungsprogramms für den Umgang mit Vereinen und Initiativen vor, die nicht als freie Träger der Jugendarbeit anerkannt sind. Es war auf Empfehlung des externen Untersuchungsberichts zur Rolle des Jugendamtes im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen bei Power for Kids erarbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium formuliert worden. „Es ist gut, dass dieses Handlungsprogramm jetzt vorliegt. Es schafft Sicherheit für den Umgang mit nicht anerkannten Trägern“, lobten die Ausschussmitglieder Susanne Herweg und Axel Markmann.

Unterdessen hat die FDP-Stadtvertreterin Cecile Bonnet-Weidhofer den Rücktritt von Peter Brill als Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses gefordert. Er trage moralische Mitschuld daran, dass noch weitere sexuelle Misshandlungen stattgefunden hätten, weil er nicht nachgehakt habe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen