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Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ : Post vom Papst und der Queen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Giovanna Hagenstein sammelt Antworten von europäischen Königshäusern

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Wenn Giovanna Hagenstein in ihren Briefkasten schaut und Post aus dem Ausland entdeckt, ist die Freude groß. Denn die Schwerinerin schreibt regelmäßig den europäischen Königshäusern und sammelt die Antworten. Für die neue SVZ-Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ zeigt sie ihre Schätze.

Prinz Harry, Prinz William und Herzogin Kate, Königin Sylvia und König Carl-Gustav mit ihren Kindern Kronprinzessin Victoria, Prinz Carl-Philipp und Prinzessin Madeleine – alle liegen auf dem Wohnzimmertisch von Giovanna Hagenstein. „2009 habe ich die Adresse von Kronprinzessin Victoria aus Schweden anlässlich ihres 32. Geburtstages in einer Zeitschrift entdeckt“, erzählt sie. „Da habe ich einfach beschlossen, ihr mit einer Karte zu gratulieren.“ Mit einer Antwort habe sie gar nicht gerechnet, doch als diese im Briefkasten auftauchte, war die Freude und Überraschung umso größer. Seitdem bekommen die Mitglieder des schwedischen Königshauses zu jedem besonderen Ereignis Post aus Schwerin. „Das ist einfach mein Lieblingskönigshaus, die wirken alle sehr sympathisch“, schwärmt sie.

Doch auch an die Windsors aus England schreibt die 57-Jährige regelmäßig – zuletzt zum 90. Geburtstag der Queen. Auf die Antwortkarte ist Giovanna Hagenstein besonders stolz. „Das Königshaus hat sich sogar entschuldigt, dass die Antwort so lange gebraucht hat.“ Auch über die Danksagung für ihre Zeilen zum 60. Thronjubiläum der Queen 2012 hat sie sich sehr gefreut, weil „die Karte mit vielen Bildern so schön gestaltet ist.“

Die Königinnen und Könige, Prinzen und Prinzessinen aus Europa erhalten jedoch nicht immer nur eine Karte oder einen Brief. „Victoria von Schweden hat auch schon ein Buch vom Schweriner Schloss und Tee bekommen“, berichtet die gebürtige Thüringerin. „Und ich habe auch der Queen ein Päckchen Tee mit dem Schloss vorne drauf geschickt.“ Ab und zu kommt dann auch mal etwas mehr als der Antwortbrief zurück – so geschehen nach der Krönung des Niederländischen Prinzenpaares Willem-Alexander und Máxima. „Da habe ich nicht schlecht gestaunt, als der Postbote ein Päckchen brachte mit einem Krönungsteller“, erinnert sich Giovanna Hagenstein. Seitdem verweilt der Schatz gut behütet aber für Besucher sichtbar im Karton.

Runde Geburtstage, Taufe oder die Geburt des royalen Nachwuchses sind nur einige Anlässe für einen Brief oder eine Karte aus Schwerin. „Zu Weihnachten bekommen sie natürlich auch alle eine Weihnachtskarte“, erzählt die Serviceassistentin. „Die bastel ich selbst, das ist mein Hobby, dabei kann ich sehr gut abschalten.“ Mehr als ein Mal im Jahr und zu besonderen Anlässen schreibe sie aber nicht, das wirke sonst so aufdringlich.

Mehr als 40 Briefe und Karten hat die Schwerinerin in den Jahren angesammelt, die hochwertig gestalteten Dankeskarten der drei Hochzeiten der schwedischen Königskinder stehen sogar gerahmt in ihrer Vitrine. Bei der Post nach England hilft ihr der Computer, den Schweden schreibt sie auf deutsch. „Königin Silvia hat mir nach ihrem 70. Geburtstag auch auf deutsch gedankt.“Neben den Königshäusern erhalten auch andere prominente Menschen Post von Giovanna Hagenstein. „Im Oktober habe ich an Barack Obama geschrieben, Angela Merkel habe ich 2014 mit einer Karte zum 60. Geburtstag gratuliert und sogar eine Antwort erhalten.“ Auch Papst Franziskus bekam 2013 zu seiner Wahl ein Gratulationsschreiben aus Schwerin. Doch die Antwort ließ auf sich warten. „Ich erwarte nie eine Antwort und habe auch nicht mehr mit einer aus dem Vatikan gerechnet“, gibt sie zu. „Doch nach neun Monaten lag sie am 1. April im Briefkasten, mein Mann Eckhard dachte an einen Aprilscherz.“ Da war die Freude bei Giovanna Hagenstein wieder sehr groß.

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