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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 08:07 Uhr

Positionierung versandet

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2007 | 09:27 Uhr

Die FDP-Fraktion im Landtag fordert, den Nothafen Darßer Ort erneut auszubaggern, weil er sonst versandet. Erklärtes Ziel: Der bisherige Stationierungsort für Seenotkreuzer soll so lange für Rettungseinsätze funktionstüchtig bleiben, bis ein neuer Hafen – zum Beispiel in Prerow – fertiggestellt ist. Denn der für die Zwischenzeit vorgesehene Ausweichhafen in Barhöft bei Stralsund ist weiter von der viel befahrenen Kadetrinne entfernt. Zwar lässt sich trefflich darüber streiten, ob die Liberalen in Wirklichkeit nicht auch als Sprachrohr für den maritimen Tourismus fungieren – also für Segel- und Motorbootfahrer, die nicht auf den Darßer Ort verzichten wollen. Doch das ändert nichts an der berechtigten Frage, ob die Seenotrettung von Barhöft aus nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Experten von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben jedenfalls schon Bedenken angemeldet.
Diese Sorgen lassen sich nicht einfach mit der Gegenfrage vom Tisch fegen, wie viele Einsätze es denn bislang in der Kadetrinne gegeben hat. Da könnte man ebenso gut vorschlagen, weniger Feuerwehren in Regionen vorzuhalten, in denen es lange nicht gebrannt hat. Bezeichnenderweise hat die CDU-Fraktion im Vorfeld der Landtagsdebatte Gesprächsbereitschaft wegen der geforderten Ausbaggerung des Nothafens signalisiert. Eine eindeutige Positionierung ist gestern jedoch im Zuge der Koalitionsdisziplin mit der SPD versandet.

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