Zoo Schwerin : Polly knabbert schon Bambus

Kam aus dem schwedischen Kolmarden nach Schwerin: Panda-Dame Polly.
Kam aus dem schwedischen Kolmarden nach Schwerin: Panda-Dame Polly.

Schweriner Zoo freut sich über Roten Panda – ein Jahr altes Weibchen soll am Wochenende erstmals im Außengehege gezeigt werden

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23. September 2015, 21:00 Uhr

Ein bisschen schüchtern ist Polly noch. Durch die Fensterscheibe ließ sie sich aber schon beim Bambus-Knabbern beobachten. Dienstagabend ist die Rote Panda-Dame im Schweriner Zoo angekommen. Voraussichtlich am Sonnabend können die Besucher sie zum ersten Mal im Außengehege sehen.

„Polly muss sich jetzt erst einmal einleben“, sagt Sabrina Höft, wissenschaftliche Assistentin im Zoo. Aus dem schwedischen Kolmarden ist das ein Jahr alte Panda-Weibchen nach Schwerin gekommen. Neun Stunden dauerte die Reise in einer speziellen Transportbox, inklusive Fähr-Transfer. „Die Fahrt hat Polly gut überstanden, sie ist in Schwerin auch gleich aus ihrer Box geklettert“, berichtet Höft.

Eingezogen ist Polly im Tierpark in die ehemalige Nasenbären-Anlage, in der Nähe des Froschhauses gelegen. Jede Menge Bambus gibt es im neuen Domizil des Pandas. Außer ihrer Lieblingsspeise bekommt Polly aber auch Fertigfutter und Leckerli, die sie aus Schweden gewohnt ist.

Mit ihren zahlreichen Bambus-Spenden haben die Schweriner mit dafür gesorgt, dass Pollys Verpflegung bis auf weiteres gesichert ist. „Wir bedanken uns herzlich bei den Spendern und werden sie auch noch zu einer Schaufütterung einladen“, sagt Höft.

Beheimatet sind Rote Pandas, die etwa so groß sind wie eine Katze, eigentlich im westlichen Himalaya. Bis zu sechs Kilogramm schwer können sie werden. „Rote Pandas sind gute Kletterer und halten sich gern auf Bäumen auf“, erklärt Höft.

Im Tierpark von Kolmarden, unweit von Stockholm, lebte Polly mit ihren Eltern und einem Bruder zusammen. In Schwerin ist sie vorerst allein – aber nicht lange. „Im Frühjahr erwarten wir noch ein Männchen“, kündigt Höft an. Über die Herkunft entscheide der zuständige Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, der in Rotterdam sitze. „Erst wenn er sein Okay gibt, können wir dann in Schwerin auch Rote Pandas züchten“, so die wissenschaftliche Assistentin.

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