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Verkehrs-Ärger : „Poller-Regime“ reguliert die City

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit geänderten Befahr-Zeiten der Fußgängerzone will Schwerin illegale Durchfahrten stoppen – Polizei greift bereits stärker durch

von
erstellt am 27.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Schweriner wollen zwar die Schlossfestspiele, für die dadurch beengte Verkehrssituation haben viele aber nur wenig Verständnis. Jetzt versprechen Verkehrsplaner und Ordnungsamt die lang ersehnte Abhilfe. „Nach Absprachen mit ansässigen Händlern und Anwohnern führen wir von kommendem Dienstag, 1. Juli, an ein neues Poller-Regime ein“, sagt Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Verkehrsmanagements. Das heißt: Die Zugänge zur innerstädtischen Fußgängerzone werden zeitlich neu geordnet, um der Irrfahrten Herr zu werden.

Die Herausforderung: Lieferverkehr, Versorger, Rettungsdienst und Anlieger – alle haben unterschiedliche Zeiten, Ziele und Wege, brauchen aber Zugang zur Innenstadt. Aus diesem Grund hat die Stadt das direkte Gespräch mit fast jedem Einzelnen gesucht. Das neue Konzept lässt zwar jeden hinein, versperrt Schleichweg-Suchenden aber die direkte Durchfahrt. „Nur die Poller an der Schlossstraße- und der Mecklenburgstraße sind wie gewohnt geöffnet. Der Marienplatz ist künftig für jeglichen Lieferverkehr gesperrt“, so Smerdka weiter.

Beim Start am Dienstag werden Ordnungsdienst und Polizei vermehrt an den Eingängen zur Fußgängerzone stehen – zur Kontrolle und um die neuen Regeln zu erklären.

„Wir kontrollieren schon jetzt unregelmäßig, um Gewohnheiten zu vermeiden“, sagt Sprecher Steffen Salow. Damit haben die Beamten bereits in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. „Natürlich verhängen wir auch Bußgelder.“ Die Sperrungen während der Proben zu den Schlossfestspielen zogen inzwischen seltsame Reaktionen nach sich. Ein Anwohner hatte die Polizei per Telefon in Schach gehalten. Die Beamten rückten nach Polizeiangaben aus, verhängten zwei Bußgelder und registrierten bis 22 Uhr zehn durch die Fußgängerzone fahrende Autos. Ein Unbekannter hatte bereits zuvor den Poller Schlosssstraße gegen 19.20 Uhr hoch gefahren – gegen die gebotene Zeit. „Wir kontrollieren noch einmal alle, die einen Schlüssel zu den Pollern haben“, sagt Smerdka.

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