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Nach Verhaftung in Schwerin : Polizei warnt vor neuen Drogen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

32-jähriger mutmaßlicher Dealer sitzt in Untersuchungshaft: Er soll mit gefährlichen Kräutermischungen gehandelt haben

von
erstellt am 11.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Seit Dezember war ihm die Polizei auf der Spur, nun sitzt ein 32-jähriger Schweriner in Untersuchungshaft, weil er mit psychoaktiven Substanzen, so genannten Kräutermischungen, gehandelt haben soll. „Die synthetisch hergestellten Designer-Drogen sind so vielfältig wie ihre Bezeichnungen und bunten Verpackungen“, sagt Polizeisprecherin Katrin Hilberling. Durch das Internet als Bezugsquelle hätten sich die Drogen in den vergangenen Jahren schnell verbreitet. Inhaltsstoffe der „Kräutermischungen“ seien meist synthetische Cannabinoide, die deutlich stärker wirkten als das herkömmliche THC der Cannabispflanzen, so Hilberling. Wer die Mischungen konsumiere, die auch als „Legal Highs“ firmierten, spiele mit seinem Leben.

Nach Angaben von Hilberling sind 2016 allein in Mecklenburg-Vorpommern drei Menschen an den Folgen des Konsums der neuen Drogen gestorben. Besonders in Erscheinung getreten sei dabei ein Stoff mit der Bezeichnung 5F-ADB. „Dieser Stoff zeichnet sich durch ein hohe Gefährlichkeit aus und ist in anderen Ländern bereits verboten“, so die Polizeisprecherin. Selbst kleinste Mengen könnten unabsehbare Wirkungen haben. „Es ist oft kaum möglich, die eigene Reaktion auf die Substanzen abzuschätzen“, erklärt Hilberling. Von verschiedensten Nebenwirkungen werde berichtet, von Kopfschmerzen über Vergiftungen bis hin zu Wahnvorstellungen.

Der 32-Jährige, der nun hinter Gittern sitze, sei wegen Drogendelikten einschlägig bekannt und auch schon verurteilt, berichtet Katrin Jenß vom Schweriner Kriminalkommissariat. Ende Juli habe die Polizei in der Nähe der Wohnung des mutmaßlichen Dealers eine hilflose Person mit einer Spritze im Arm gefunden. Die seit Monaten laufenden Ermittlungen hätten sich daraufhin noch einmal verdichtet. „Die Wohnung des 32-Jährigen wurde abermals durchsucht“, so Jenß. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe das Schweriner Amtsgericht schließlich einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Die Ermittlungen der Polizei gehen unterdessen weiter. Schwerins Kripo-Chef Tom Sperling warnt eindringlich vor dem Konsum der Rauschmittel, appelliert an Eltern, auf ihre Kinder aufzupassen.

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