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Sicheres Schwerin : Polizei: Straftaten auf dem Tiefststand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr Sicherheit? Warum eine Kriminalstatistik nur die halbe Wahrheit wieder gibt

von
erstellt am 06.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Die Schweriner können sich sicherer fühlen – zumindest etwas. Der Kriminalstatistik der Polizeiinspektion zufolge gingen die registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um mehr als 1000 Vorfälle zurück. Nachdem das Innenministerium seine Erhebung für 2013 bereits am 25. März vorgelegt hatte, zog die Polizeiinspektion jetzt für die Landeshauptstadt nach.

Flüchtig betrachtet zeigt ein Vergleich mit den Zahlen der vergangenen 13 Jahre: Die aktuelle Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten liegt derzeit auf einem Tiefstwert. 2003 und 2007 hatte die polizeiliche Datenbank jährlich noch mehr als 16 000 Vorfälle geführt. Die groben Zahlen des vergangenen Jahres: Die Schweriner Beamten haben insgesamt 11 740 Fälle aufgenommen, konnten allerdings weniger aufklären als noch ein Jahr zuvor. Im Jahr 2012 hatte die Polizei zwar deutlich mehr Fälle registriert, gleichzeitig lag die Aufklärungsquote aber „nur“ bei 64,5 Prozent.

„In der Statistik tauchen nur die Fälle auf, die als abgeschlossen gelten“, erklärt Polizei-Chef Ingo Renk. Damit fällt ein jüngster Fahndungserfolg durch das Raster – die Aufklärung mehrerer Wohnungseinbrüche. Die Kriminalpolizei ermittelte Ende 2013 in rund 30 Fällen in der Weststadt und in Lankow(SVZ berichtete). Die Täter hatten es vor allem auf Parterrewohnungen abgesehen. „Die Anwohner können sich wieder sicherer fühlen“, so Renk. Der Ermittlungserfolg hingegen wird erst in der Statistik für 2014 deutlich werden, denn die Akten wurden erst am Jahresanfang 2014 geschlossen.

Wer tiefer in das statistische Zahlenwerk eindringt, stolpert auch über einen drastischen Rückgang bei den „Rauschgiftdelikten“. Die sanken von 777 Fällen 2012 auf 180 im vergangenen Jahr. „Das liegt nicht am Fahndungserfolg“, sagt Jörg Ninnemann, Leiter des Kriminalkommissariates. Dahinter steckt einfach eine Überprüfung der bisherigen Protokollierung. Die vorliegende statistische Erhebung liefere an diesem Punkt aufgrund der unvollständigen Ergebnisse auch ungenaue Zahlen.

Unter dem Strich fasst die Kriminalstatistik zwar die Arbeit der Polizei zusammen, die Sicherheit bleibt aber ein subjektiver Eindruck und jedem Einzelnen überlassen.

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