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Verfolgungsjagd in Schwerin : Polizei stoppt Raser am Kreisel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Während einer Kontrolle in der Werderstraße drückte der Autofahrer aufs Gas und flüchtete – weit kam er nicht

von
erstellt am 26.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Es war wie einem Action-Film: Als Polizeibeamte am Dienstagabend gegen 23 Uhr ein Auto in der Werderstraße kontrollieren wollten, drückte der Fahrer aufs Gas. Eine regelrechte Verfolgungsfahrt mit der Polizei habe sich der 36-Jährige geliefert, sagt Schwerins Polizeisprecher Steffen Salow. Durch die Werderstraße und die Güstrower Straße sei der Mann gerast, durch das Hafenviertel am Ziegelsee gekurvt, schließlich die B 104 aus Schwerin heraus- und wieder zurückgefahren. „Am Kreisel in der Güstrower Straße haben unsere Fahrzeuge ihn dann eingekeilt und gestoppt“, berichtet Salow. Insgesamt fünf Streifenwagen hätten sich an der Verfolgung beteiligt.

Für den 36-jährigen Schweriner, der laut Polizei gut ein Promille Alkohol im Atem hatte, war in der Güstrower Straße zwar die Fahrt zu Ende, aber noch nicht der Tag. Im Polizeirevier in der Graf-Yorck-Straße wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Außerdem stellte die Polizei den Fahrzeugschlüssel sicher. Den Führerschein konnten die Beamten dem Schweriner nicht abnehmen. Grund: Seine Fahrerlaubnis war der 36-Jährige bereits losgeworden, weil er sein Punktekonto in Flensburg überzogen hatte.

In der Nähe von Parchim endete in der Nacht zu gestern eine weitere Verfolgungsfahrt, die in Schleswig-Holstein begonnen und durch Westmecklenburg geführt hatte. Gegen 23.30 Uhr hatte die Leitstelle in Lübeck die Polizei in Waldeck über einen laufenden Einsatz auf der Autobahn 24 informiert. Ein Autofahrer habe sich bei Talkau einer Kontrolle entzogen und jage mit teilweise Tempo 200 in Richtung Berlin, hieß es.

Vier Streifenwagen aus den Revieren Parchim, Ludwigslust und Stolpe nahmen daraufhin die Verfolgung auf. Kurz hinter der Ortschaft Groß Godems konnte der 23-jährige Pole nach einer 90 Kilometer langen Flucht schließlich gestoppt und festgenommen werden. Zwei Polizeiautos und das Fluchtfahrzeug wurden bei der Verfolgung beschädigt. Schaden insgesamt: rund 15 000 Euro.

Wie die Parchimer Kripo ermittelte, war das Fluchtauto in Hamburg gestohlen worden. Der 23-jährige Pole stand nach Angaben der Polizei unter dem Einfluss von Drogen.






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